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Drachenfrey > Die Schmiede

Die LARP Werkstatt

Die LARP Werkstatt

Nach fast 20 Jahren LARP-Waffenbasteln für Drachenfreyfundus, mit Freunden, sowie den eigenen Gebrauch, öffne ich mal die Werkstatttüren um euch von meinen Erfahrungen profitieren zu lassen. Außerdem gibt es mittlerweile viel zu viele Bilder von unseren „Exponaten“ um sie auf der Festplatte Staub ansetzen zu lassen.

Das Bauen von eigenen LARP-Waffen war früher wichtig und oft notwendig. Man war darauf angewiesen, da es kaum Hersteller gab für unser Hobby. Als ich anfing mit dem LARPen, gab es kaum Internet und noch weniger Läden die da vertreten waren. Für die heutige Generation mag es kaum mehr vorstellbar sein, aber ich kann mich noch gut daran erinnern.

Das Selberbauen von Waffen und Ausrüstung "lohnt" heute nicht mehr. Wenn ich mir die Materialkosten für z.B: ein Schwert von etwa 25 € anschaue und dann 10 Stunden Arbeit hinzu rechne ist das eine stolze Summe. Im Vergleich dazu kostet ein "billiges" LARP Schwert ab 40 €. Warum soll man da denn noch selber bauen? Mir fallen da zwei Gründe ein: Man hat eine einzigartige Waffe, die sonst niemand hat. Und man ist stolz auf dass, was man selber gefertigt hat, auch wenn es vielleicht nicht so perfekt aussieht. Weil man es eben mit den eigenen Händen und der eigenen Zeit hergestellt hat.

Das gilt auch für Bögen (Ratan Bögen ab 60€), Kleidung (ein Mittelalterhemd für etwa 20€), Rüstung (Kettenhemden ab 100€), Taschen (ab 5€ für eine Leinen Tasche) usw…

 

Ich zeige also nicht, wie man ein einfaches Langschwert baut. Das interessiert (fast) niemand. Aber manches Andere vielleicht… Schön wäre, wenn eine gewisse Bastelerfahrung vorhanden ist.

Materialkunde

Materialkunde:

Nachdem man überlegt hat, was man denn nun bauen will, kommt die Materialauswahl. Möglichst lang benutzbar sollte es sein, dass finden wir wichtig. Lebensdauer ist also wichtiger als der Preis, denn bauen und reparieren kostet viel Zeit.

 

Was nehm ich zum Waffenbau für Materialien und Werkzeuge?

Der Kernstab sollte aus Glasfaser sein. Diese bekommt man in fast jedem LARP-Waffenladen. Geschnitten wird mit einer Metallsäge. Hier ist vorsicht geboten: nicht mit ungeschützen Händen verarbeiten. Glasfasersplitter sind so fein, das man sie nicht entfernen kann und halten sich bis zu einer Woche in der Hand. Das piekst ziemlich gemein!!

Die Matte, bekommt man ebenfalls in jedem LARP-Waffenladen. Diese gibt es in verschiedenen Stärken. Regelmäßig benutzen wir: 3mm, 6mm, 10mm und 16mm.

Als Kleber taugt Patex am meisten, da er gut klebt und dauerelastisch bleibt. Mit günstigen Ersatzprodukten haben wir leider keine guten Erfahrungen gemacht. Bei speziellen Aufgaben kommt auch Epoxidharz zum Einsatz. In einer Stangenwaffenwicklung kann statt Patex auch Fixall aus der Spritzkartusche benutzt werden. Es klebt aber nicht ganz so gut.

Zum schneiden ist am besten, wenn man sich Brechklingen-/Cuttermesser zulegt. Meist braucht man die 18mm, gelegentlich aber auch für Feinheiten die 10mm Klingenbreite.

Beim schleifen verwenden wir Sandpapier Körnung P150 und viel Gefühl.

Die aufgestellten Fitzel vom Schleifen werden mit einem alten heißen Bügeleisen geglättet.

Beim latexen gibt es zwei Möglichkeiten. Am saubersten ist die Waffe, wenn man sie spritzt. Nachteil ist dabei jedoch der Materialverlust und der gesundheitsschädliche Spritznebel. Beim anstreichen braucht man dafür mehrere, nicht haarende Pinsel. Hier kann ich die Fa. Schuller empfehlen. Billigpinsel aus einem Discounter verlieren viele Haare die man nicht mehr entfernen kann. Wir streichen immer zwei Schichten Schwarz, zwei bis vier Schichten Farblos und abschließend noch einmal zwei Schichten von der Farbe, die die Waffe am Schluss haben soll. Wir mischen jeden Farbton selber. Dazu empfiehlt es sich, Farbpigment (z.b. Mixol) zu kaufen und in kleinen Behältern mit dem Latex zu vermischen. Je mehr Pigment, desto stärker die Deckkraft. Auch Glitzerpartikel können in der letzten Farbschicht zugesetzt werden.

Für uns kommt nur ein Finish in Frage. Isoflex! Es gibt noch andere, damit haben wir aber keine guten Erfahrungen gemacht. Ein sauberer, dicker Anstrich ist ausreichend. Da es meines Wissens nur einen Händler in Deutschland gibt, weil das Zeug sehr ungesund ist, landet ihr damit auf der Webseite des Marketender. Hier gibt’s noch viel mehr vom benötigten Material… 

 

Der Anfang- womit geht es los?

nun zu erst macht man am besten eine Skizze von seiner Waffe, dann eine 1:1 Schablone aus dickem Papier oder dünner Pappe (keine Wellpappe). Wenn das zur eigenen Zufriedenheit abgeschlossen ist, am besten eine Nacht drüber schlafen. Und dann mit dem Basteln beginnen…

Waffen in allen Größen

Waffen in allen Größen:

Wie schon anfangs erwähnt wird hier kein Langschwertbau behandelt, auch kein Dolch- oder Axtbau. Es lohnt einfach überhaupt nicht selber zu bauen, wenn man mit „einfachen“ Formen zufrieden ist. Außerdem gibt es auch Geschäfte (z.B. Epic Amory), die viele total ausgefallene Sachen herstellen

Wie baut man ein Holzplatten Schild?

Wie baut man ein Holzplattenschild?

Ganz einfach: zuerst die Holzplatte (wir nehmen als Holzart Pappel Multiplex) in die gewünschte Form sägen. Anschließend die Schrauben für die Schildriemen durchbohren und festkleben. Auf der Vorderseite 10 mm Matte komplett aufkleben und auf der Rückseite einen ca. 30 mm breiten Rand. Nun alles zusammen bündig schleifen und eine Umrandung aus 16er Matte aufkleben. Die Matte mit viel Sorgfalt bündig schneiden und das dann am Besten ca. 8 mm Fasen. Auf der Rückseite, zwischen die Schrauben für die Schildriemen, Matte aufkleben (schützt den Arm des Trägers). Dann das ganze sauber schleifen, glätten, latexen und finishen.

Mehr Bilder gibts hier...

Wie baut man einen Morgenstern?

Wie baut man einen Morgenstern?

Kugel: Hier am Besten einen Softball nehmen und sauber halbieren. In der Mitte eine Vertiefung in Größe einer großen Unterlegscheibe ausarbeiten (ab besten mit einem Lötkolben schmelzen) – auf jeder Hälfte die halbe Stärke der Scheibe. Darum herum eine ca. 1 cm tief eine 5 mm breite „Rinne“ ausschmelzen, die auf einer Seite nach draußen führt. Hier kommt nachher der Halteriemen der Kugel hinein. Dieser sollte etwa 30 cm lang, 1,8 cm breit und 4 mm stark sein. Er wird, wie die Scheibe, auch mit Fixall eingeklebt. Die Kugel dann wieder mit Patex zusammenkleben. Außen können dann je nach Vorliebe Spikes oä. aus Matte aufgeklebt werden. Das Leder am Besten erst nach dem latexen (und finishen) auf fertige Länge schneiden und verkleben und mit einer Niete fixieren. Es muss eine ca. 4 cm durchmessende Schlaufe entstehen in der dann die „Kette“ weitergeführt wird.

Griff: Wir verwenden Griffe aus Holz. Zuerst schneidet man Lederstreifen zurecht, ca. 1cm breit und mindestens 10cm lang. Als Anzahl reichen 5-10 Stück, je nachdem wie lang die „Kette“ werden soll. Einer der Lederstreifen sollte ca. 15cm lang sein. Der wird dann am Holzgriff befestigt und bildet den Beginn der Kette. Wir kleben und schrauben dieses Stück. Dann wird der Griff nach einer guten Handbreite mit Matte umklebt und auch die Stirnenden werden mit Matte beklebt. Das Ganze dann verzieren und latexen (und finishen). Dann die Lederkette fertig machen: Glieder in einander verkleben und mit einer Niete fixieren. Die „Kette“ geht immer als erstes kaputt. Am Besten auf die Cons ein paar Nieten, zwei Hämmer und zwei unverklebte „Ersatzkettenglieder“ mitnehmen. So kann die Waffe schnell repariert werden und es kann damit weiter gekämpft werden.

Wie baut man eine Stangenstichwaffe?

Wie baut man eine Stangenstichwaffe?

Nun, zu erst sollte man sich überlegen, ob man die Waffe mit oder ohne Kernstab baut. Wenn die Waffe einen enthalten soll, muss zum einen gewährleistet sein, dass dieser beim Stich nicht durch die Matte kommt und wenn im schlimmsten Fall dann doch mal die Spitze bricht, dass sich an dem Stab niemand ernsthaft verletzen kann.

Hier haben wir einen Speer. Oben und unten kleben wir rund geschnittene, auf Stabdurchmesser gebohrte Multiplexplatte mit Epoxidharz ein. Dann wird der Stab mit 3er Matte gewickelt und geklebt. Die Sollbruchstelle der Klinge haben wir hier mit Kabelbinder auf beiden Seiten der 16er Mittellage und einer Lederauflage verstärkt. Dann muss so viel Matte aufgeklebt werden, bis die Multiplexplatte komplett mit 10mm ummantelt ist.

Nun das Ganze in Form schneiden, schleifen, glätten, latexen und finishen.

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Wie baut man eine große Wurfwaffe?

Wie baut man eine große Wurfwaffe?

Wer eine große Wurfwaffe für seinen Charakter haben will, muss selber aktiv werden. Ich kenne keinen Hersteller, der da etwas anbietet. Wir selber haben Wurfspeere im Fundus, die wir auch mit einer Baliste verschießen. Die Kampfdistanz liegt bei etwa 5 Meter, aber man kann damit in der Not noch Kämpfen. Wir bauen unsere aus Heizungsrohrisolierungen. Die mit 2 Metern Länge, Innendurchmesser etwa 16 mm, bekommt man meist nur im Sanitärversand. Hier wird dann ein dünner, runder, 15 mm Plastikkabelkanal mit z.B. Fixall eingeklebt. Vorn setzt man dann aus mehrlagiger Matte eine Speerspitze auf. Bei uns haben wir das Ende der Speerspitze auf 15 mm Breite und etwa 50mm Länge rund geschnitten, um es noch zusätzlich in den Kabelkanal einzukleben. Da das Rohr fast nichts wiegt, ist die Mattenspitze der Schwerpunkt an dem Wurfgeschoss. Als Überzug benutzen wir Panzertape, kein Latex. Das hält die Waffe zusammen, kostet fast nichts und macht fast keine Arbeit.

Manche werden nun sicher darauf hinweisen, das die Spitze in Augen eindringen kann, da sie nicht wie einem Pfeil oder Bolzen 50mm breit ist. Das ist richtig. Aber die Fluggeschwindigkeit ist so langsam, dass wir diese Waffe als Save einstufen. Wer das anders sieht, kann die Speerspitze gern stumpf schneiden, bzw. die Waffe erst gar nicht bauen J. Diese Waffe kann nur mehr schlecht als recht im Nahkampf eingesetzt werden. Aber um in der Not nach dem Gegner zu stechen taugt sie allemal. Wenn dieser aber mit seiner Waffe pariert, wird der Speer vermutlich brechen. Auch wenn im Kampf jemand drauf tritt, ist die Waffe zerstört - IT wie OT. Dann gehört sie in die Tonne, da ich nichts mehr zu Retten. Aber das Baumaterial ist ja sehr günstig. Mit etwa 4-5€ je Speer absolut Top!

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Wie baut man eine kleine Wurfwaffe?

Wie baut man eine kleine Wurfwaffe?

Wer im LARP klassische Wurfmesser einsetzen will, dem kann ich nur empfehlen diese fertig zu kaufen, da der Preis eigene Arbeit nicht rechtfertigt. Aber wer etwas anderes haben will, wie z.B. Wurfsterne, der ist hier richtig. Für einen Wurfstern reicht es zu, alte Isomatte zu benutzen. Ab ca. 8 mm Stärke kann man was damit anfangen. Die Isomatte nun, je nach Größe des Sterns, einfach grob rund ausschneiden. Immer zwei Lagen ergeben ein Wurfstern. Nach dem Vorschnitt, wird mit Patex eine große, schwere Maschinenunterlegscheibe aufgeklebt. Sie sollte etwa 40 mm Durchmesser und 2 mm stärke haben. Dann die andere Seite aufkleben und auf fertige Form schneiden. Wer es sich einfach machen will (oder schlecht wirft J), nimmt weiches, silbernes Panzertape und tapet es sauber – fertig! Wer es hübsch haben will, latext das ganze dann. Wenig Arbeit für viel Spaß. WICHTIG: wer Panzertape nimmt für die Oberfläche, sollte KEIN Isolierband oder Plastik Klebeband nehmen. Dieses wird nachher steif und tut ziemlich weh, wenn man getroffen wird.

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Wie schnitzt man einen Bogen?

Wie schnitzt man einen Bogen?

Tja, das ist ein tolles Thema… Ich hatte mal einen geschnitzten Bogen aus Eibenholz. Leider wurde dieser von einem übereifrigen Sportschützen zerrissen, der keine Ahnung von dem Material Holz hatte. Da mich das sehr traurig gemacht hat, hat meine Ehefrau mir verschiedene Lehrer im Internet gesucht, die Schnitzkurse anbieten. Mit ein paar Freunden sind wir 2014 dann in Richtung Kassel gefahren, um ein Wochenende lang einen Bogen zu bauen. Es war KLASSE! Ich bin hauptberuflich Schreiner, habe daher also sowieso einen besonderen Bezug zum Holz und auch schon viel Erfahrung. Aber hier lernte ich den Werkstoff Holz neu kennen. Michael Stiller, Spitzname Connacht ist ein sehr erfahrener Bogenbauer. Ich kann ihn nur empfehlen!! Jeder, der gerne ein Unikat haben möchte, kann bei ihm lernen, sich einen Bogen herzustellen. Dafür stellt er verschiedene Hölzer und verschiedene Bogenarten zur Auswahl. Auch die Pfundzahl (Durchschlagskraft) kann mehr oder weniger genau variiert werden. ICH für meinen Teil war nicht zum letzten mal dort, bestimmt weder ich mal wieder einen für mich schnitzen (siehe auch Messerschmieden).

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Pfeile und so...

Pfeile und so…

Ja, man kann LARP-Pfeile selber bauen. Aber, wenn man die Materialkosten und den immensen Arbeitsaufwand anschaut, finde ich es unnötig. Wenn ich viele Pfeile (ab 30 Stück) kaufe, kann man einige Händler auf 6-7 € je Pfeil runter feilschen, während die Materialkosten schon auf etwa 4 € kommen und dann kommt noch die Arbeitszeit. Wenn man also ein Elfenregiment im LARP spielen will und 500 Pfeile braucht, kann man übers bauen nachdenken (so mit allen Schützen gemeinsam). Das formt dann auch die Gruppenstruktur. Aber ansonsten- meiner Meinung nach – lohnt sich das nicht.

Das ändert sich, wenn man etwas spezielles haben will- wie z.B. Brandpfeile. :)

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Deko und Spielmaterial

Alle, die schon länger spielen, kennen das: Immer wieder findet man irgendwo hübsche Gegenstände, die TOTAL gut zu diesem oder jenem Charakter passen würden. So häuft man immer mehr Spielmaterial an, dass man zum Platz und zurück transportieren muss.

Klar ist, je mehr Ambientematerial, desto mehr Spiel für alle auf dem Platz. Das ist wie das Prinzip, je schöner du spielst, desto mehr Mühe geben sich alle um dich herum die dich spielen sehen. Also: Ein großes Auto anschaffen und allen möglichst viel fürs Auge bieten.

Aber, zurück zum Thema. 

 

Die Tosaker Reisekiste

Die Tosaker Reisekiste…

Irgendwann, es müsste Dezember 2012 gewesen sein, kam der Kristian als Gruppenmitglied neu hinzu. Er hatte eine Holzkiste dabei, in der er seinen Kram transportierte. Meine Frau schaute die Kiste mit leuchtenden Augen an und meinte: Duhu… wenn ich so eine Kiste hätte, bräuchte ich keine Unmengen an Taschen, wenn wir auf ein Con fahren. Ich kann einfach alles da hineinstecken. Also begann ich Pläne zu machen, um das ganze möglichst ordentlich, leicht und übersichtlich zu gestalten. Als ich damit fertig war sah ich einen riesigen Haufen Arbeit auf mich zu kommen. Also fragte ich in der Gruppe herum, wer noch Interesse an einer Kampfkiste hat. Schnell waren noch 8 weitere gefunden. Zusammen mit der Kiste für meine Frau und mich und zwei Küchenkisten für den Fundus, lohnte sich die Arbeit nun auch. Ich bestellte Fichte-Dreischicht-Platten und Pappelsperrholz, dann gings los. Die Kiste wurde seitlich auf Gehrung geschnitten und verleimt (D3 Leim). Der Deckel wurde abgefälzt und in den Kistenkorpus eingeleimt, der Boden im voraus eingenutet und mit eingeleimt. Als der Kleber trocken war, sägten wir die Kisten oben herum auf, um den Kisten Deckel und den Korpus entstehen zu lassen. Dann wurden Grifflöcher gebohrt (für 20mm Seile) und die Halter für das Kleinzeugfach eingeklebt. Als nächstes wurden die Kleinteileablagen verklebt und die verstellbaren Innengefache geschnitten. Nun wurde alles verschliffen und der ausgetretene Leim entfernt. Abschließend noch Holzschutzlasur drauf, (mind. 2 Schichten), die Seilgriffe geschnitten und die Enden abgebunden und eingeklemmt. Die im Internet bestellten Kistenbeschläge wurden ganz zum Schluß aufgeschraubt und schon konnte es mit einer Reisetruhe auf die Cons gehen!! Das leer Gewicht beträgt etwa 15kg. Ich gebe zu, Plastik wäre leichter, aber so ist es einigermaßen authentisch und man kann mit zwei Leuten problemlos darauf sitzen. Außerdem ist die Truhe IT wie OT abschließbar und daher ein guter Ort für den Autoschlüssen und den Geldbeutel.

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Ein Amboss aus Holz...

Ein Holzamboss für eine kleine Schmiede…

Wir Tosaker haben ja einen Schmiedemeister, einen Gesellen und hin und wieder auch einen Lehrling im Feld dabei, da Waffen „geschliffen“, Schilde und Rüstungen repariert und manchmal auch einfach nur Beschläge hergestellt werden müssen. Lange hab ich darüber nachgedacht, wie wir das darstellen möchten. Total toll finde ich es, wenn es einen echten Amboss, eine echte Schleifkurbel und richtiges Feuer gibt. Aber in Anbetracht dessen, das man dann auch noch Kohle braucht, der Schmied das Feuer nicht alleine lassen darf, man noch Blasebalg, Wassereimer, Schürhaken und Stahl zum Schmieden braucht, hab ich diesem Plan dann aufgesteckt. Auch, als ich gesehen habe, was ein kleiner Amboss kostet und was er wiegt. Deswegen haben wir unsere Ausrüstung in Leichtbauweise LARP-tauglich gebaut. Der Amboss besteht aus Multiplexplatten, auf Gehrung geschnitten und Verleimt (D3 Holzleim). Dann schwarz gestrichen und am Schluss haben wir oben einen 1 mm Stahlblechplatte aufgenagelt. Wenn man diese mit einem Hammer trifft, schwingt sie und macht Krach. Der Preis liegt bei ca. 10 € Da wir auch ein kleines Stück Eisenbahnschwelle mit dabei haben, kann man(n) auch mal richtig Krach machen.

 

Einen Schleifbock bauen...

Einen Schleifbock bauen…

Genau wie unser Amboss ist unser Schleifstein nur eine funtionsfähige Attrappe. Das Gestell ist aus gehobeltem Kiefernholz und die Verbindungen fingergezapft. So lässt er sich in wenige Teile zerlegen und sehr gut transportieren. Das Gewicht ist zu vernachlässigen. Oben ist dann in der Mitte der Holme noch die Sacklochfräsung/Bohrung für die Welle anzubringen. Wir haben diese mit einem Lederstückchen ausgekleidet. Dann läuft die Welle leichter, man kann es ölen und kleinere Unsauberheiten beim Bohren werden verdeckt.

Der „Stein“ besteht aus zwei 12 mm Pappelsperrholzplatten, die wir mit einer Oberfräse zum Kreis gefräst haben. In der Mitte wurden Verstärkungen für die Welle aufgeleimt und beide Kreise aufeinander geleimt. Als das trocken war, haben wir ein 8mm Biegesperrholz außen herum geklebt um den „Stein“ zu einem Stück zu machen. Da er fast komplett hohl ist, wiegt er wenig. Nach dem trocknen die Überstände des Biegesperrholzes bündig machen und die Welle einkleben. Die Ansetzpunkte der Fräse ergeben automatisch den Mittelpunkt für die Wellenbohrung. Dann den „Stein“ nach einem Tiefengrundanstrich mit einem Rauhputz verputzen. Das Ganze kann man mit normaler eingefärbter Wandfarbe Streichen und fertig ist der „Stein“. Die Welle haben wir auch zerlegbar hergestellt. Man kann sie mittels Gewinde ( 1x Rechts- und 1x Linksgewinde) vom Stein abschrauben. 

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Die Schmiedewerkzeugwand...

Die Schmiedewerkzeugwand…

Diese war einfach zu bauen: Wir haben einfach Leimholz gekauft und sauber gehobelte Latten aufgedübelt bzw. aufgeschraubt, die vorher Ausschnitte für das Werkzeug bekommen haben. Etwas schwieriger war der Standmechanismus. Hierfür haben wir drei „Nagelplatten“ geschweißt. Diese kann man aufschrauben um sie nachher in den Boden zu treten, damit die Wand nicht umfällt wenn einer dagegen kommt. Die Wand selbst ist dann wieder mit Sikkens Holzschutzlasur gestrichen worden.

 

Diese gesamte Schmiede Ausrüstung passt in eine Ikeatasche, bis auf die Werkzeugwand  und die großen Beine des Schleifbockes.

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Wappenröcke selber nähen...

Wappenröcke nähen…

Unsere ersten Wappenröcke haben wir selbst genäht. Stundenlang! Das war von 2011 auf 2012. Für unser erstes großes Con: Wo gehts denn hier nach Trandor?. Heute braucht man das eigentlich nicht mehr. Wenn ich mir die Billighändler anschaue, wie z.B. Mytholon, wo man einen Wappenrock im Angebot für 15 € kaufen kann, braucht man sich nicht selbst hinsetzen. Mit Stoffkosten (Ikea Stoff- Ditte 3€-Meter), Garnkosten und Nähmaschinenabnutzung ist man schon bei über 10€ und dann hat man noch nicht die Zeit von 3-5 Stunden von einem (!) Wappenrock eingeplant.

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Kostüme selber nähen...

Kostüme nähen…

Kostüme - bei kaum etwas anderem kann man so viel Kreativität beweisen, als beim Kostümschneidern. Da ist es auch egal, ob man ein Spielercharakter-Kostüm, ein klassisches NSC-Kostüm oder ein SuPeRmEgAuLtRaMoNsTeR-Kostüm näht. Aber, genau wie das Wappenröcke Nähen, ist es leider kaum lohnenswert. Ein einfaches Mittelalterkleid bekommt man heute ab 80€. Erst, wenn man etwas spezielles haben will, kommt die eigene Nähmaschine (oder die Schneiderin) zum Einsatz. Zu meinem großen Glück, hat sich hier meine Frau Annett für mich in viele Arbeitsstunden gestürzt und so mir das Selber Nähen erspart. Wer nicht selber nähen kann oder will und dann auch noch versäumt hat, die passende Frau zu heiraten, dem kann evtl. diese Frau hier helfen: Kostuemgeschichten Wie gut sie ist kann ich nicht sagen, da ich sie noch nicht persönlich kennengelernt habe, aber was ich gesehen habe sieht gut aus.

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Orgakram (für Spielleitungen)

Wer kennt das nicht, ständig muss kram gebastelt werden. Ob nun Deko, Fake Möbel, Schmuck, Waffen, NSC Kostüme und natürlich DUNGEONS!! Damit sind wir bei unserem Leitthema - kein Con ohne Dungeon. Selbst auf Tagescons bauen wir Höhlensysteme, Tunnel, Kriechgänge, Fallen und vieles mehr auf. Unser bisher größter Dungeon entstand auf dem: „Einmal Endbirgen und zurück…“ Dieser war für fünf verschiedene Stockwerke ausgelegt. In einem gab es Seile zum über Abgründe schwingen und einen Bach, der durch die Höhle floss. Der Hauptraum war in verschiedene Segmente teilbar, manche Tunnel waren schließbar, es gab eine Rutsche, eine Rampe und die Aufzugskammer mit Zahntriebkurbelsegment. Hier waren mehr als ein halber Kilometer Dachlatten im Einsatz…

Es gab Spieler, die stundenlang nur den Aufzug rauf und runter gefahren haben, gegen Kupfer versteht sich. Danke Susanne und Markus - für mich ein Highlight!!

 

Dungeon Bau

Dungeon Bau

Einen Dungeon baut man am besten aus verschraubten Dachlatten, die man nachher mit einer dünnen schwarzen Agrarfolie überzieht. Wenn man diese 4 Meter breit wählt, kann man „klassische“ Gänge gut komplett abdecken (1,20 hoch und 1,00 breit). Die Folie sollte man am Boden befestigen oder zumindest beschweren.

Für Räume eignen sich Großraumzelte, oder man Spannt Seile (Nylon, keine Baumwolle) mit Spanngurten zwischen Bäume  und deckt das mit Folie ab. Dann noch ein paar Nettigkeiten hinein gepackt, damit den Spielern nicht langweilig wird und es kann los gehen. Wichtig: für SL und NSCs ein Quereinstieg einplanen.

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Kostüm- Geist

Kostüm Geist

Ein Geisterkostüm  kann man sich sehr einfach selber machen. Man kauft günstigen weißen Stoff (etwa 3,6 Meter je Kostüm), diesen auf dem Boden ausbreiten. Dann in der Länge falten damit man ein 1,8 Meter stück erhält. Nun schneidet man an der Falte einen Halbkreis aus (beide Schichten auf einmal) von ca. 25 x12cm. Da steckt der NSC dann den Kopf durch. Das war schon alles. Sobald der Stoff gewaschen ist, franst es überall etwas aus und sieht toll aus. Das Gesicht des NSC dann noch mit viel weißer Schminke vollkleistern und los geht es…

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Kostüm- Riese

Kostüm- Riese

Vor ein paar Jahren kam ich auf die Idee, man müsste mal versuchen einen Riesen darzustellen. Der Weg bis zu einem guten Kostüm war ziemlich steinig. Ich wird euch mal die Denkfehler und Fehlversuche ersparen. Aber erfolgreich waren wir dann mit Skistiefeln, die mit Stahllochband auf 10mm Pappelplatten geschraubt werden. Unter den Pappelplatten klebt man dann 100 mm Styroporsegmente. Wir haben uns für 6 Stck. entschieden. Dann wieder eine 10mm Pappelplatte drauf und auf die anderer Seite dieser Platte 2 mm dickes, echtes Leder.

Die Pappelplatten stabilisieren das Konstrukt, das Leder verhindert rutschen und schützt die Weiche Platte vor Steinen auf dem Boden. Das Styropor ist sehr leicht und bringt die gewünschte Höhe. Und zum Schluss die Skistiefel: Sie schützen die Gelenke des Trägers und geben halt.

WICHTIG: Laufen mit solchen „Schuhen“ muss Trainiert werden!! Wir machen ein Aufbautraining, das sich über 10-14 Trainingsabende hinzieht, vor einem Con. Dadurch hatten wir auch noch keine Verletzungen mit den 65cm Higheels.

Das Kostüm selber haben wir aus schlichtem Rupfen geschneidert. Die Hosenbeine so breit und lang wählen, das sie über die „Schuhe“ fallen. Die „Schuhe“ sind auch mit Rupfen bezogen. Das Obergewand ist eine Fellweste.

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Kostüm- Dämon

Kostüm- Dämon

Eins der gebräuchlichsten Sphärenmonster ist der Dämon. Jeder kennt ihn, jeder Spieler fürchtet ihn, jede Orga liebt ihn, aber wie stellt man ihn so dar, das man den Spielern nicht erklären muss, was da gerade nach ihnen haut? Wir haben uns als primär Farbe für rot entschieden. Ein Rotes „Kleid“, das weit geschnitten und großzügig ausgestellt ist, damit man in der Bewegung nicht behindert wird. Außerdem weht und wallt dann viel, was uns an ätherische Sphäre erinnert. Die Kostüme werden dann bei uns mit schwarzer Stofffarbe bemalt. Das Kleid ist ja die „Haut“ des Dämons. Also ist die Bemalung eine „Tätowierung“, sein Stil, sein persönliches Zeichen. Nun sucht man im Netz noch eine hübsch Maske, die möglichst eng sitzt und genug Sicht möglich macht. Hier kann man dann noch rote Handschuhe anfügen (gibt’s auch als Latexkrallenhände, z.B. bei Maskworld). Wenn man die Masken mittels Mastix an die Köpfe der NSCs klebt, tragen sich die meisten komfortabel.