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Drachenfrey > Erinnerungen (Galerie) > Tosaker auf Reisen

Markator III - Am Hof des Herrn Garou

24.05.2017

Markator III - Am Hof des Herrn Garou

Markator den 7. Tag des 5. Monats 716 nach JBvT.

 

Geehrter Herr General Ketar,

im Auftrag des Herrn Leutnant Hazle, schreibe ich, Weibel Kjartan Hammerklang, euch diesen Bericht.

 

Wie von euch befohlen haben wir uns aufgemacht in das Land Markator auf dem Kontinent Perinor zur Festung Schattenwacht des Herrn Garou. Nachdem wir einige tagelang quer durch die Wildlande gereist sind, erreichten wir als erste, vom Tross, die Festung. Wenn man hier von einer Festung sprechen darf, eher ein etwas besser befestigtes Landschloss mit nicht nennenswerten Wehranlagen. Zumindest wurden wir freundlich empfangen und uns eine gute Unterkunft zur Verfügung gestellt. Allerdings ließ der Hausherr auf sich warten. Sein oberster Page machte einen merkwürdig Eindruck, nervös ist im ein Schreiben entglitten, welches mir gelang in einem günstigen Moment ungesehen an mich zu nehmen. Dieses war aber in einem Verschlüsselten Text verfasst. Um diesen zu entschlüsseln begaben sich der Soldat Durenald und ich auf unsere Stube, wo ich einen weiteren kurzen verschlüsselten Text der in meiner Schreibertasche versteckt wurde fand. Trotz aller Bemühungen gelang es uns nicht diese zu entschlüsseln. Nach Rücksprache mit dem Herrn Leutnant beauftragte ich einige anderen Mitstreiter des Trosses, die nun auch alle eingetroffen waren, mit der Entschlüsselung dieser Texte. Spät am Abend, es könnte fast Mitternacht gewesen sein, ließ sich endlich der Herr Garou blicken. Der Leutnant nahm sofort Kontakt mit ihm auf. Kurz nachdem sich der Herr Garou ein Getränk reichen ließ, schrie dieser auf und brach zusammen, er war offensichtlich vergiftet worden. Der Herr Leutnant und andere Anwesende halfen sofort. Es wurde ein Durchsuchungstrupp von dem Obersten Pagen zusammengestellt, da er einen Verräter unter den Gästen vermutete. Gerade als ich ein paar weitere mitreisende auf unserer Stube über die Texte ein weite, stürzte der Oberste Page mit dem Durchsuchungs Trupp in unsere Stube und führte diesen zielstrebig zu meiner Tasche. Überrascht stellte er fest, dass sich nichts besonderes in dieser Befindet. Von diesem Moment an war mir klar, dass etwas mit diesem Kerl nicht stimmte. Nachdem es den Anschein machte dass nichts weiteres mehr passieren würde befahl der Leutnant die Nachtruhe.

Am Nächsten morgen ließ ich die Truppe Antreten, nach einer ordentlichen Überprüfung des Ausrüstungs Zustandes die nichts zu monieren ließ führte ich die Soldauszahlung durch. Soldat Finch und Soldat Erzhammer wurden zum Wachdienst bestellt. Während der Leutnant weiter mit dem Herrn Garou verhandelte haben Soldat Durenald und ich einen Trupp der “Zeitmagier” bei ihren Nachforschungen begleitet, da diese uns um Schutz gebeten hatten. Dabei stießen wir auf einen Trupp der Vampir Anhänger, die die Herausgabe ihrer Herrin forderten, welche in der Nacht zuvor wohl so doof war die Taverne der Festung auf zu suchen und dort festgenommen wurde. Man handelte ein weiteres Treffen nach Sonnenuntergang mit den Anführern der Vampiren aus. Daraufhin wechselte nicht ganz überraschend der Oberste Page die Seiten und reihte sich bei den Vampir Anhängern ein und schien auch ein Teil des Kommandos zu übernehmen. Da hatten wir also unsern Verräter und Giftmischer.

Unterdessen gelang es einigen anderen des Trupps aus einem Kellergewölbe oder Krypta ein Artefakt zu bergen. Welches wohl für ein magisches Ritual wichtig ist um endgültig die Vampire aus der Region zu vertreiben.

Da wir mit Anbruch der Nacht mit einem Angriff der Vampire und dem scheitern der Verhandlungen rechneten befahl mir der Leutnant eine Verteidigungsstrategie aus zu arbeiten. Diese stellten wir dann dem Herrn Garou vor, woraufhin dieser seinen Leuten befahl uns beim Aufbau der Wehranlagen zu unterstützen.

Mit Einbruch der Nacht machten wir uns auf den Weg die Verhandlungen zu führen, im Schlepptau hatten wir die Vampirin. Nachdem die Vampirin übergeben wurde um unsern guten willen zu bekunden, eskalierte wie zu Erwarten daraufhin die Situation und es kam zum offenen Kampf.

Gut das wir vorher noch die Wehranlagen Eingerichtet hatten, hinter diese wir uns zurück zogen, um genug Zeit für das Ritual raus zu schlagen zu können. Was zuletzt auch Rechtzeitig gelang, als nämlich gerade unsere Verteidigungslinien drohten zusammen zu brechen. Verluste müssen wir zum Glück keine beklagen, nur die des Kampfes üblichen Verletzungen. Welche dank der sehr gut vorbereiteten Heiler und Medika bestens und schnell versorgt wurden.

Bleibt nun ab zu warten ob der Herr Garou zu seinem Wort steht und seine Truppen in den Kampf nach Tosak sendet. Ich bin jetzt froh wieder in die Leuenmark zu Reisen und dort unsere Beziehungen weiter auszubauen.

 

Für Tosak! Für die Komtess!

 

 

Hochachtungsvoll,

Weibel Kjartan Hammerklang

 




Taverne- Zum Güldenwall III

18.12.2016

Taverne- Zum Güldenwall III

Güldenwall, den 4.Tag des 12. Monats im Jahre 715 n. Johann Bertram von Tosak



Geehrter Herr Leutnant Hazle,

ich, Weibel Kjartan Hammerklang, schreibe euch diesen Bericht zu den neuesten Ereignissen am Güldenwall.

Wie von euch befohlen, habe ich die erneute Einladung des Gutsherrn Hektor Ehrentor zum Gutshof am Güldenwall war genommen. Vorab möchte ich anmerkten, dass es dieses mal tatsächlich keine größeren Zwischenfälle gab. Bereits kurz nach Ankunft am Gutshof wurde ich freundlich vom Gutsherren empfangen und bestens in seiner Taverne versorgt. An dieser Stelle soll ich euch recht herzlich von der Schankmaid grüßen.

Kurz nach Anbruch der Dunkelheit erschien eines dieser PAN-Wesen im Hof des Gutes und lies sich von den Leuenmarkern das Gut zeigen. Aus den Gesprächen die ich verfolgen konnte, habe ich mitbekommen, dass wohl die Taroskultisten weiter am Werke sind und bereits auf einem guten Weg sind die alten Künste der Pan zu verstehen und für ihre Zwecke an zu wenden. Wenn ich das so bemerken darf, finde ich dies eine sehr beunruhigende Entwicklung.

Im weiteren Verlauf des Abends kam eine erschöpfte Reisende am Hofgut an, die wohl aus bisher den Leuenmarkern unbekannten Gebieten jenseits der Gebirge am Güldenwall stammt. Ich hatte Gelegenheit mit ihr ins Gespräch zu kommen. Sie berichtete von Extremisten, die den Taroskultisten wohl sehr ähnlich sind, die Angst und Schrecken in ihrer Heimat verbreiten und bisher ansässige Glaubensrichtungen vertreiben.

In weiteren Gesprächen mit Averion konnte ich in Erfahrung bringen, dass die Leuenmarker versuchen wollen einen Gegenstand zu erschaffen, der es ihnen erlaubt zu erkennen, wer von diesem niederträchtigen Taroskult befallen worden ist. Meine Frage an euch an dieser Stelle ist, ob ihr in dem Tagebuch des Tarospriesters diesbezüglich eine hilfreiche Textpassage gelesen habt, oder ob ich dieses Tagebuch studieren kann um eventuell aus der Sicht eines Mechanikus etwas hilfreiches zu entdecken?

Weiterhin kann ich berichten, dass Morok wohl weitestgehend genesen ist und wir bald Gelegenheit haben können seinen Teil der Abmachung einzufordern. Richard Leuenfels und Migosch bekräftigten mir gegenüber ihre Absicht, sich an der wohl im nächsten Jahr anstehenden Schlacht gegen die Krähensteiner in unserer Heimat wider aktiv zu beteiligen und dabei auch alle abkömmlichen Streitkräfte der Mark zu mobilisieren.

Ich hoffe auf ein Baldiges Wiedersehen in Greifenhein in unserer Botschaft.

Anbei leite ich euch noch einen Brief einer am Gut anwesend gewesenen Dame namens Tia weiter. Hierzu vermuten ich, dass das Ganze wohl mit dem vergangenen Befall durch den Taros Kult des angeprangerten Jamie zu tun hat.



Für Tosak! Für die Komtess!



Hochachtungsvoll,

Weibel Kjartan Hammerklang



Ich erzähle euch von einem Mann, der einigen vielleicht bekannt ist unter dem Namen Jamie der Freibeuter. Einer unter vielen Männern. Doch wo die Gerichtbarkeit greift hat er ein Schlupfloch gefunden. Er tarnt sich im Mantel der Trunkenheit und hat ein freundliches Lächeln. Väter und Mütter, Jungfrauen und Ehefrauen gebt acht, denn seine Finger hat er überall Er redet gerne und viel von Brüsten und spät am Abend, wenn das Licht vergangen und die Kerzen die Tavernen und Gassen nur spärlich beleuchten, da wandern seine Finger. Einige mussten erfahren, dass es nicht nur die fleischlichen Gelüste sind, denen er sich bevorzugt hingibt. Ob Münzen, Waffen oder anderes Hab und Gut. Ein Blick in die falsche Richtung, ja nur eine Unaufmerksamkeit und ihr sucht vergeblich was euch entwendet wurde. Er erzählt von der rauen See und umschmeichelt euer Ohr. Lasst euch nicht täuschen, denn er  kennt keine Ehre. Wohl sticht er unter ehrbarer Flagge in See, wohl mag er ein guter Seemann sein, aber was hat ihn an Land wohl so verändert, das er den Menschen so böse mitspielt. Wie konnte es geschehen das ein Mann unter uns, der mit uns trinkt und würfelt, lacht und scherzt, die Frauen verführt und die Unvorsichtigen bestiehlt. Etwas hat ihn verändert. Was es wohl sein mag wage ich nicht auszusprechen. Diese Geschichte wird  wohl kein gutes Ende nehmen. Es liegt an euch ehrlichen und rechtschaffenen Menschen das Ende dieser Geschichte zu erzählen. Könnt ihr wegsehen und die Dunkelheit in seiner Seele ignorieren, oder werdet ihr ihn läutern? Könnt ihr herausfinden, ob es schon immer diese schwarze Seele gab, oder etwas anderes Jamie dazu brachte diese grauenvollen Dinge zu tun. Es liegt bei euch.

 

Schleier der Erinnerung!

02.10.2016

Schleier der Erinnerung!

Leuenmark, den 16.9. - 18.9.715 n. Johann Bertram von Tosak

 

Geehrter Herr General Ketar,

Von unserem Diplomatensitz in Greifenhain sind wir weiter in die Leuenmark vorgedrungen. Diese Expedition diente dazu, das Abkommen mit Morok, ausgehandelt von unserem Weibel Hammerklang, einzuhalten. Morok ist ein Hodaki-Häuptling, der von seinem jüngsten Bruder überlistet wurde. Diese Familienfehde erinnerte uns zu sehr an die Ereignisse in Tosak. Deswegen haben wir eingegriffen. Wenn wir Morok helfen, den Thron als rechtmäßiger Häuptling zurück zu bekommen, will dieser uns auch in Tosak unterstützen. Morok und wir kämpfen nicht allein. Sein Bruder Moron die neue Magaah Moreen, eine Schamanin, sowie viele andere hilfreiche Kämpfer machen sich auf die Reise, um dem Kleinen Manieren beizubringen und den Arsch zu versohlen.

 

Auf dem Weg begegnete uns ein junges Mädchen, welche der Tosaker Armee angehören will. Nach einer eingehenden Befragung und der bewährten Überprüfung von unserem Leutnant, beschlossen wir es mit ihr zu versuchen. Sie erwies sich schon nach kurzer Zeit als äußerst nützlich und lernte sehr schnell. Ihr Name ist Wiegfried Durenald.

 

Manchmal wirkt die Leuenmark noch exotischer, als der Elfenwald in Taumstereen. Es gibt fliegende Pilze, die Lähmung hervorrufen (Leutnant Hazle ließ es sich nicht nehmen, dies persönlich zu testen), magische Steine, die bei Priestern oder Magiern Schmerzen, Schwindel oder Ohnmacht hervorrufen oder Echsenwesen, die sich durch Musik beruhigen lassen. Und dennoch ähnelt sie auch Tosak, vor allem, was die Bedrohlichkeit betrifft. Auch hier treibt der dunkle Taroskult, dem Nockglauben nicht unähnlich, sein menschenverachtendes Spiel.

 

Kultisten haben den jüngsten Bruder von Morok korrumpiert. Er ist dem süßen Gift der Macht erlegen. Sein ganzer Stamm muss darunter leiden, einige wurden mit sogenannten roten Aurenglast unverwundbar gemacht. Einst edle Stammeskrieger streifen diese armen Geschöpfe ohne Geist durch unser Lager und griffen jeden an, der sich ihnen in den Weg stellte. Sie waren kaum aufzuhalten. Nur der Glaube Solis konnte diesen dunklen Blutzauber brechen. Nun war klar, dass der Weibel mit der Unterstützung Moroks goldrichtig lag. Wir setzen alles daran, dass Moron und Morok dem kleinen Bruder Einhalt gebieten.

 

Morok wird im Verlaufe des Tages von diesem zu einem ehrenhaftem Duell aufgefordert. Zur Vorbereitung auf dieses Duell musste den Hodakigöttern gehuldigt werden: viel Feuerholz für ein großes (ich meine ein GROßES) Feuer, Windspiele, frisches Wildbret (bei dessen Jagd ich beteiligt war), Kräutertränke und vieles mehr mussten beschafft werden. Der rechtmäßige Häuptling und seine Anhänger wurden auf eine harte Probe gestellt. Die Magaah wurde niedergestreckt, ihre Seele war nicht mehr in ihrem Körper. Der Leutnant und ein weiterer Magier halfen, Sie im Astralraum zu finden und zu heilen. Aber auch der Häuptling Morok selbst wurde schwer verletzt, durch sein Amulett, was ihn mit seinem bösen Bruder verband.

 

So kam es, dass das „ehrenhafte“ Duell zu einer Farce verkam, dank des schändlichen Taroskultes. Und dennoch waren die anderen angereisten starken Recken (zumindest wenn es nicht regnet) und wir, siegreich. Nun wurde das Duell jedoch nicht von Morok ausgetragen, er war ja verletzt, sondern von Moron. Durch seinen Sieg wurde er rechtmäßiger Häuptling.

 

Moron ist damit nicht glücklich. Es bleibt zu wünschen, dass auch er von Moreen, gut unterstützt wird.

 

Für mich stellt sich die Frage, ob Tosak trotzdem mit der Hilfe der Hodaki rechnen kann, obwohl Morok nicht als rechtmäßiger Häuptling auf dem Thron sitzt. Der Weibel wurde schwer verwundet und konnte durch viel Geschick der anwesenden Heiler wieder zusammengeflickt werden. Sobald er wieder auf den Beinen ist, soll er dies mit Moron klären.

 

Der Leutnant hat sich der Aufgabe verschrieben, den feigen, geflohene Tarospriester aufzuspüren und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Darin werden unsere neue Rekrutin und ich ihn selbstverständlich bestmöglich unterstützen. Das wird die nächste Aufgabe in der Leuenmark sein.

 

Hochachtungsvoll,

Leutnant in Ausbildung Samos Wisperwind

Güldenwall- Ihr Kinderlein kommet!!

24.07.2016

Güldenwall- Ihr Kinderlein kommet!!

Güldenwall, den 24.07.715 n. Johann Bertram von Tosak

 

Geehrter Herr General Ketar,

im Auftrag des Herrn Leutnant Hazle, schreibe ich, Weibel Kjartan Hammerklang, euch diesen Bericht.

Wir wurden anlässlich der anstehenden Niederkunft der Gemahlin des Gutsherrn Hektor Ehrentor zum Gutshof am Güldenwall geladen. Bereits eine Tagesreise entfernt vom Gutshof Trafen wir auf weitere Gäste des Gutsherren und nutzen die Möglichkeit einen Großteil unseres Gepäcks mit ein paar Lastenwagen zum Gutshof transportieren zu Lassen. Kurz vor unserm eintreffen am Gutshof, es war schon kurz vor der Abenddämmerung, verlor die Reisegruppe die Spuren der Transportwagen, die bereits in der vergangen Nacht vorgefahren waren. Auf der suche nach dem richtigen Weg fanden wir ein Verlassenes kleines Lager, in dem Zelt fanden wir ein merkwürdiges Amulett von dem scheinbar eine Dunkle Präsens aus ging, ebenso einige verschlüsselte Schriftrollen.

All diese Sachen nahmen wir an uns um sie später genauer zu Untersuchen. Eingetroffen am Gutshof traf die Reisegruppe auf dort befindliche Taroskultisten die der Reisegruppe nicht freundlich gesonnen waren. Die Konfrontation artete in eine kleine Schlacht aus, wobei die Kultisten erfolgreich verjagt werden Konnten. Herr Ehrentor berichtete das diese wohl einige Tage zuvor den Hof übernahmen ihn aber seiner Geschäfte weiter nachgehen ließen. Er hatte wohl auch zur Zeit auch keinen Kopf sich Gedanken darüber zu machen da sein Weib wohl schon Überfällig war und er Gespannt auf die Geburt seines Kindes wartete...

Gemeinsam mit anderen Kriegern der Reisegruppe richteten wir eine Wache ein. Worauf hin der Leutnant und Korporal Turmherr sich zur Ruhe Legten, ich entschloss mich noch eine weile mit Wache zu stehen. Am sehr späten Abend es könnte auch schon wider früher Morgen gewesen sein hatte ich ein seltsames Erlebnis, es könnte auch eine Vision gewesen sein. Ich und ein weiterer Streiter der Reisegruppe Standen plötzlich in einem stark vernebelten Raum und vier Kriegerinnen schlugen auf uns mit ihren Waffen ein, nachdem ich fast Tod zu Boden ging halfen sie mir wieder auf die Beine. Was anschließend Geschah kann ich gar nicht genau Sagen, nur dass ich mich nachdem ich wider zu Sinnen kam merkwürdig Wohl fühlte, als wäre es mir nie besser gegangen.

Nachdem ich noch ein wenig der gewonnen Feier Lust nach ging begab ich mich als bald auch zur Ruhe. Die Nachtruhe wurde am frühen Morgen jäh beendet, als ein weiterer Trupp der Kultisten eintraf und deswegen Alarm ausgelöst wurde. Nur verstanden hatte ich dies nicht, irgendwie war immer noch alles Rosa Rot für mich, so wie meine Handinnenflächen was aber nicht weiter Störte. Wie wir dann bald erfuhren wurden die Dokumente entschlüsselt, in den davon geschrieben war das sich die Kultisten wohl zu jenen Tagen im Gut zusammentreffen wollen um ein Ritual ab zu halten oder sonst wen zu begrüßen? Anscheinend war es den Kultisten gelungen die in den Katakomben befindliche von uns dort zuvor zerstörte Artefakte wider zusammen zu setzen und für ihre Zwecke zu korrumpieren. Nur dort hin gelangen konnten wir nicht da der einzige Zugang durch eine Magische/Klerikale Barriere verschlossen war. Währenddessen die Magier und Kleriker beratschlagten und austüftelten wie die Tür zu öffnen sei verging einiges an Zeit. Diese nutze ich um gemeinsam mit einigen Anderen Reisenden, die Alchemistisch begabt sind Sprengfallen zu Bauen, und auf zu stellen damit wir bei den bevorstehenden Angriffen noch etwas im Vorteil sind. Wie diese konstruiert werden habe ich mir genau Notiert.

Am Späten Mittag war es dann soweit die Frau des Gutsherren hatte starke Wehen und begab sich zusammen mit ihrer Hebamme in den vorbereiteten Geburtsraum. Was dann dort genau geschah kann ich euch leider nicht sagen. Nur dass wohl was dort geschehen ist nichts mit rechten Dingen zu tun hatte, Weswegen wir versuchten uns Zugang zu diesem Raum zu verschaffen. Was zunächst nicht gelang, als dann Plötzlich die Tür wie durch eine Explosion aufsprang, wurden wir alle in dem davor befindlichen Gang gegen die Wände geschleudert und für kurze zeit außer Gefecht gesetzt. Die Hebamme war wohl eine Priesterin dieses Taros Kultes und missbrauchte das neugeborene Kind als Avatar für ihren Angebeteten. Während der Geburt verblutete die Frau des Gutsherren, was uns zu Boden gehen lies war ein schrecklicher Dämon der den frisch geborenen Avatar schützen wollte. Den anderen Gästen und dem Leutnant sowohl auch der Korporal gelang es den Dämon sowie den Schrecklichen Avatar zu zerstören. Ich wiederum war wie gelähmt und von dieser schrecklich schönen Gestalt Fasziniert und wie geblendet so das ich nicht in der Lage, den willen hatte zu kämpfen. Wie ich später erfuhr war auch der Gutsherr wie in Trance und hat wohl von dem Ganzen nichts mitbekommen, der Arme Kerl und derjenige der ihm beibringen muss das sein Weib und sein frisch geborenes Kind Tod sind beneide ich auch nicht.

Nach gefühlt unendlicher Zeit schafften es die Magier und Kleriker die Tür zu den Katakomben zu Öffnen. Da der Leutnant dabei auch sehr viel Kraft aufwendete machten der Korporal und ich uns alleine mit einigen andere Mutigen Krieger auf dem Weg zu erkunden was in den Katakomben los ist. Wie es nicht anders zu erwarten war, war der Weg mit Fallen gespickt und einige Kultisten warfen sich uns in den Weg, und wieder verspürte ich diese seltsame Wonne und die ausblute Abneigung gegen diese zu kämpfen, sehr Verwirrend für mich auch der Korporal frage mich was los sei ich konnte es ihm aber nicht sagen da ich es ja selbst nicht wusste. Nachdem mir das Entschärfen einer Sprengfalle misslang musst ich mich einen Moment sammeln und versorgen lassen. Nachdem wir wider weiter gehen wollten stieß auch der Leutnant wider zu uns, dem wir berichteten was geschehen war. Worauf er ein Magisches Ritual auf mich anwendete somit war dieser Merkwürdige Schleier von mir genommen. Wir konnten erfolgreich letzte Kultisten besiegen. Nun waren wieder die Gelehrten und Magier an der reihe sich um die Stehle und dem Endweiten Altar zu widmen. Währenddessen machten wir uns bereit die anderen erwarteten Kultisten gehörig in Empfang zu nehmen und für immer von den Ländereien des Güldenwalls zu vertreiben, was uns auch unter üblichen Verletzungen gelang.

So blieb nur noch das Festmahl ein zu nehmen, was unter diesen Umständen eher zu einem Leichenschmaus wurde. So langsam fang ich an zu zweifeln das wir uns in diesem Land noch Länger aufhalten sollten, anscheinend hat die Leuenmark genug eigene Problem derer Lösung viel Aufwand bedarf. Bleibt zu hoffen das uns die Leuenmarker weiter gut gesonnen sind und uns im entscheidenden Moment zur Seite stehen werden. Wir werden jedenfalls weiterhin unser bestes geben und uns erst mal wider in unserer Botschaft in Graifenhein von dem Erlebten erholen.

 

Für Tosak! Für die Komtess!

 

Hochachtungsvoll,

Weibel Kjartan Hammerklang

 

 

 

Sanctuarium

17.07.2016

Sanctuarium

Unbekannte Welt, den 5.5. - 8.5.716 n. Johann Bertram von Tosak

 

Geehrter Herr General Ketar,

im Auftrag des Herrn Leutnant Hazle berichte ich euch von unserer Expedition in das unbekannte Land.

Schon am Anfang war unbehagen – das Land erschien dunkel, das Dorf, vor der Mauer, zu welcher wir unterwegs waren, war verlassen. Nur Blut, viel Blut zeugte von einstigem Leben.

Schon am Abend unserer Ankunft war einiges zu tun. Ein Zauberbuch wurde von einer Hexe versucht zu stehlen. Eine mächtige Magie, gewoben auf ein Tor, es zu verbergen. Sie wurde von jemanden Unbekannten so manipuliert, dass sie nun schwand. So wurde es sichtbar. Dahinter fanden wir eine rothaarige Frau, mit weißen Gewand und goldenen Augen. Diese wurde von den Mitstreitern in unserem Lager für die Zeit des Aufenthalts geschützt. Irgendwie schienen die anderen etwas Gütiges an ihr zu finden. Ich stand der Sache eher misstrauisch gegenüber.

Im Lager angekommen stießen wir auf eine riesige Anzahl von Kriegern, die wir angriffen. Vielleicht etwas voreilig – denn es entbrannte schnell ein Kampf, den wir mit hohen Verlusten bezahlten. Die Krieger behielten für diese Nacht die Oberhand, wir zogen uns zurück.

Die Sprachbarriere zwischen ihnen und uns, aber auch der mysteriöse rothaarige Frau, machte es uns nicht einfach zu erfahren, was hier vor sich ging. Hätten wir es nur ansatzweise abschätzen können, wären wir vielleicht schnell abgereist. So aber wurden wir die nächsten Tage mit vielen verschiedenen Aufgaben und Prüfungen konfrontiert. Unsere größten Ängste und innigsten Wünsche wurden uns vor Augen geführt. Wir mussten als Einheit auftreten, ehrenhafte Kämpfe bestehen, verschiedenste Komponenten suchen, Rituale abhalten. Und immer wieder stießen wir auf diese Krieger. Sie schienen ihre eigenen Pläne zu verfolgen, die nicht oft mit unseren zusammenpassten. Sie machten uns das Leben schwer. Noch dazu wurden die Krieger von dunkel wirkenden Priestern oder Hexen begleitet. Die haben auch unseren Leutnant für kurze Zeit versteinert. Auch ich schien kurz versteinert gewesen zu sein, genaue Erinnerungen fehlen mir aber dazu.

Unsere Rüstung hat sehr gelitten. Ich konnte Dank einiger Absprachen mein Schild und mein Kettenhemd zwar einigermaßen flicken, aber unser Weibel war für lange Zeit ohne sein Rüstzeug. Dank einer Heilerin, eine Zwergin, die auch im Nähen von Leder geschickt war und uns nach der Schlacht die Wunden versorgte, konnten ihm zumindest für das Abschlußritual, welches von Priestern, Magiern, Kriegern und Alchimisten abgehalten wurde, eine Rüstung hergestellt werden. Dafür erhielt Sie freie Kost und Logis von uns.

Das Ritual wurde von einem mächtigen Angriff der unbekannten Krieger gestört. Ich war fast tot, aber der Leutnant holte mich zurück. Das konnte ich ihm auch Danken – ich heilte ihn ebenfalls durch Magie, dies lernte ich in diesem Lande, als ein Pfeil seine Schuppenrüstung durchschlug.

Leider konnte das Ziel dieser Mission, mächtige Kräfte zur Unterstützung Tosaks zu finden, nicht erreicht werden. Eine Waffe, die Dank eines speziellen Erzes unzerstörbar ist, haben wir erhalten. Und viele neue Freunde kennen gelernt. Ob dies allerdings so kriegsentscheidend für unseren Krieg in Tosak wird, wage ich zu bezweifeln. Die Erfahrung zu sammeln, welche mächtigen Kräfte auch in anderen Ländern wirken, war es jedoch allemal Wert.

Hochachtungsvoll,

Leutnant in Ausbildung Samos Wisperwind

Nachtrag: Die Krieger, die uns das Leben so schwer gemacht haben, diese wären sehr hilfreich fürs Tosaker Kriegsgeschehen. Sie sind ehrenhaft und sehr zäh. Vielleicht sollten wir uns mehr mit der Landessprache beschäftigen, damit wir ein Abkommen schließen können. Auch das Erz selbst könnte noch einmal nützlich sein. Ein Handelsabkommen ist allerdings nur in Friedenszeiten sinnvoll. Und es wird noch eine lange Zeit dauern, eh sie in diesem Lande anbrechen.

 

Nachtrag von Herrn Leutnant Hazle

Wir begegneten in dem verlassenem Dorf einer Reisegruppe, über die ich schon in einem eurer Berichte gelesen habe. Die Reinmariten, sie haben beim Kampf in Endbirgen teilgenommen. Wir verstanden uns gut und ich bat sie, sich erneut am Krieg in Tosak zu beteiligen.

Gelage am Güldenwall

13.12.2015

Gelage am Güldenwall

Güldenwall, den 6.12.714 n. Johann Bertram von Tosak

 

Geehrter Herr General Ketar,

im Auftrag des Herrn Leutnant Hazle, der mich, Weibel Kjartan Hammerklang zu Übungszwecken in den kommandierenden Posten unserer Delegation in der Leuenmark ernannt hat, schreibe ich euch diesen Bericht.

Erneut waren wir auf dem Anwesen des Güldenen Hofs beim Gutsherrn Hektor Ehrentor, der zu einem weiteren Feste geladen hatte. Im Gutshof angekommen wurden wir freundlich begrüßt. Im Gespräch mit dem Gutsherrn sowie durch eine Inspektion von Friedhof und Höhleneingang im Brunnen, versicherte ich mich, dass keinerlei Gefahren mehr bestanden. So gab ich den Männern für die Dauer der Feierlichkeiten dienstfrei. Nur kurze Störungen waren zu berichten.

Einer der Gäste stieß betrunken mit der Schankmaid zusammen. Wir und ein anwesender Streiter Richards von Leuenfels namens Migosch nahm sich der Sache an. Er mahnte den Angetrunkenen zur Ruhe. Der Betrunkene entschuldigte sich und bot seine Dienste in der Gutsküche an. Welch Scham, wenn ich das anmerken darf.

Der Gelehrte der Akademie der Leunemark, Herr Düsterauge, untersuchte die im Hof befindliche Stehle, die ja zuletzt schon für Aufregung sorgte. Er und drei weitere Anwesende fielen daraufhin in Ohnmacht und hatten eine Vision, wie auch wir sie bei unserem letzten Aufenthalt schon erlebten. Wir bewachten die Stehle, bis uns glaubhaft versichert wurde, dass keine weiteren Versuche der Anwesenden zur Untersuchung der Stehle mehr unternommen würden.

Im weiteren Verlauf des Abends, kam ich mit Morok, einem Stammesführer der Hodakki ins Gespräch. Er streitet seit langer Zeit für die Herren der Leuenmark, auf einer Insel, genannt Mythodea. Während seiner Abwesenheit jedoch hat sein verräterischer Bruder ihren gemeinsamen Vater und Stammesführer ermordet und selbst die Stammesführung an sich gerissen. Viele der Getreuen Moroks wurden ebenfalls ermordet. Er ist auf der Suche nach Hilfe, um seinen Bruder vom unrechtmäßig erworbenen Thron zu stoßen. Nachdem mir auch anwesende Streiter Richards versicherten, dass Morok ein Getreuer der Leuenmark sei, schloß ich mit ihm einen Pakt und sicherte ihm unsere Hilfe zu. Im Gegenzug versprach er unseren Krieg zu unterstützen. Ich hoffe dies ist in eurem Sinne. So Pataras will, werden wir eine gute Schlacht für sie streiten, ohne dass sie einen unser Streiter zu sich holt.

Weiterhin ist uns zu Ohren gekommen, dass während der Gutsübergabe an Richard von Leuenfels einige sehr beunruhigende Dinge passiert sind. Insbesondere bereitet mir die wohl starke Präsenz der Drow große Sorge. Denn wie ihr ja wisst, lebt meine Familie in dem Hammergebirge rund um das Gut.

Zack Sandor wurde bezichtigt einen 4-Götterglaube gelehrt zu haben. Dies haben wir aber umgehend geklärt. Sandor wäre als ehrenhafter Priester der Pataras und Lehrer über Glauben des Triaqum von Hetphale, Enodur und Pataras nie auf die Idee eines 4-Götterglaubens gekommen.

Der Vorwurf beruht wohl auf den verstörenden Erlebnissen eines Reisenden der Delegation um Richard von Leuenfels, die zur Gutsübergabe anwesend war. Es macht den Anschein, dass die Präsenz eines Nockpaladins im Lande Tosaks Schatten auf die guten Beziehungen zwischen den Ländern Tosak und der Leuenmark wirft. Zumal einige Reisende regelrecht traumatisiert von den Erlebnissen im Lande Tosaks zu seien scheinen. Es gab unter anderem den Aufruf eine Streitertgruppe zu bilden, um in unserem Land die Nockanhänger zu bekämpfen und auszumerzen.

Zuletzt noch eine positive Nachricht: Averion, ein Paladin und Getreuer Richards von Leuenfels, sicherte uns ein Haus in der Hauptstadt der Mark Greifenhain zu. Dieses können wir als diplomatischen Sitz und Stützpunkt für unsere Erkundungen der Leuenmark nutzen.

 

Für Tosak! Für die Komtess!

 

Hochachtungsvoll,

Weibel Kjartan Hammerklang 

Güldenwall

01.07.2015

Güldenwall

Güldenwall, den 14.07.714 n. Johann Bertram von Tosak

 

 

 

Mein geehrter Herr General Ketar,

 

auf euern Befehl bereisten wir, trotz der angespannten Lage in Tosak, das Land Leuenhall, welches, euer Aussage nach, einen künftigen Bündnispartner darstellt und unserem Land Tosak und seinen Bewohnern schon des öfteren unaufgefordert uneigennützig half. Im Lande selbst bekamen wir die legendäre Gastfreundschaft zu spüren. Wir nahmen eine vielversprechende Einladung eines Gutsherren namens Hektor Ehrentor an, welcher zur Einweihung seines Gutshofes lud. Angetan von der großzügigen Einladung sowie gegebenenfalls damit verbundenen diplomatischen und politischen oder handelspolitischen Kontakten (im Güldenwall herrscht sehr mildes Klima, Korn und Getreide gibt es in Hülle und Fülle) reisten wir in diese Region auf den „Güldenen Hof“.

 

Dort angekommen gab unser geehrter Leutnant Hazle zu Übungszwecken das Kommando an mich ab.

 

Der Hof war schwerer zu finden wie gedacht. Die große Reisegruppe, die uns begleitete, die wir allerdings kurz entschlossen hinter uns ließen, da eine Lichterscheinung (vermutlich ein Irrlicht) die Gruppe aufhielt, hatte offenbar mehr Glück den Weg zu finden. Als wir schließlich zur Stelle zurückkehrten, von der aus der große Hof zu erreichen war, war von den Reisenden nichts mehr zu sehen.

 

Dafür fanden wir allerdings gleich einen ganzen Haufen bedenklicher sowie höchst interessanter Ereignisse vor: Auf einem Friedhof teilten uns Streiter des Ariunglaubens, der in Leuenmark verehrte Göttin der Toten, mit, dass der Totenacker nicht gesegnet sei. Eine Priesterin sei zwar auf dem Weg, jedoch würde sie die unheilige Stätte, erst am nächsten Tag erreichen. Solange seien diese Streiter für den Schutz des Totenhains abgestellt.

 

Diese Auskunft war sehr erschreckend! Die schlimmsten Vermutungen bestätigten sich, als zu späterer Stunde Ghule zu sehen waren, die unseren geehrten Leutnant Hazle mit einer Krankheit infizierten. Ghule treiben sich auf ungeweihten Orten wie dies einer war, sehr gern herum. Dieses bekamen wir jedoch erst den Tag darauf heraus, als die Rabenschwingen (so werden die Streiter Ariuns genannt) uns einige ihrer Dokumente zur Verfügung stellten. Nach einem Morgengottesdienst an Pataras – Ehre sei Pataras! - gehalten von unserem geehrten Priester Sandor, begannen wir mit der Heilung.

 

Der Herr Leutnant wartete nicht, bis die den Aufzeichnungen der Rabenschwingen beigefügten, noch nie erprobten Heilmittelzutaten zusammengemischt waren. Es war zu diesem Zeitpunkt äußerst unsicher, ob sie wirklich helfen würden. Ich kam mit diesem Gegenmittel in Kontakt, jedoch dazu später mehr.

 

Der Leutnant hielt es für angebracht, die Krankheit mit Magie zu verbannen. Er wählte mich als seinen Helfer und Bewacher aus. Das Ritual, welches mir einige Einblicke in die Wirkungsweise magischer Zirkelmagie gewährte, war offenbar erfolgreich. Der Preis waren allerdings ein sehr verkohlter Leutnant Hazle. Dank seiner Konstitution gelang ihm jedoch eine recht kurzfristige, erstaunliche Genesung.

 

Das war unser Glück! Denn jeder Mann wurde gebraucht, um die heranstürmenden Kodros, ein Volk widerlicher Dämonenanbeter aufzuhalten. Die Kodros tauchten in just dem Moment auf, als wir die Ghulhöhle von ihren Schrecken reinigten. Der einfachste Zugang führte durch einen Brunnenschacht, welcher am Tore des Gutshofes entdeckt wurden. In dieser Höhle wurde ich auch infiziert, als mir einer unserer Männer eine Ghulhand in die Hand drückte. Mich überkam daraufhin eine Lähmung, ähnlich der, welche auch Leutnant Hazle in der Nacht befiel, als ihn der Ghul am Ohr kratzte. Vielleicht sollte ich mir doch einmal Handschuhe zulegen, auch wenn ich dafür meinen gewohntes Waffengefühl aufgeben muss. Ziel der Mission war es, jegliche Ghulsekrete zu sammeln, die für das Gegenmittel nötig waren. Es hatten sich noch andere Leute aus der Anfangs erwähnten Reisegruppe welche der Einladung zum Gutshof gefolgt waren, infiziert. Durch den Ghul konnte das Heilmittel fertig gestellt werden.

 

So zogen wir den Ghul unter schwerem Angriff ans Tageslicht. Es war Glück, dass der Brunnen gehalten werden konnte, um uns hoch zu ziehen. Auch Glück war, dass uns ein Gardist der Rabenschwingen begleitete, da er so für die Verteidigung des Brunnens zur Verfügung stand. Auf der anderen Seite war es allerdings pech, denn so hatten die Kodros am Totenhain kaum Gegenwehr. Außerdem wurde der zweite Ariunstreiter heftig verwundet.

 

Die in der Reisegruppe befindlichen Zivilisten, waren zur Hälfte Heiler, die nach der Schlacht alle Hände voll zu tun hatten. Zum Teil waren jedoch auch fähige Krieger mit unter Ihnen, die den Kodros wenigstens zum Teil Paroli boten. Sergant, eine sehr disziplinierte Anführerin und ein Streiter aus dem Gefolge Richards, Migosch waren besonders hilfreiche verbündete. Vielleicht sieht man sie mal wieder.

 

Wir brachen, sobald wir aus dem Brunnen waren, ohne die Hilfe Leutnant Hazle, der sich um das Wohlergehen der Menschen kümmerte, in dem er den Ghul barg und uns Rückendeckung in der Höhle gab, zum Friedhof auf, um uns der Gefahr zu stellen.

 

Die Kodros, welche zwar schon dezimiert waren, jedoch immer noch zahlreich, konnten schließlich rasch abgewehrt werden. Da nicht abgeschätzt werden konnte, ob die Dämonenanbeter über Wiedererweckungskräfte verfügten oder als menschliche Wirtskörper dienten, wurden Sie auf einem großen Scheiterhaufen verbrannt. Außerdem rochen sie so allemal besser, als unangezündet. Wir brachen außerdem sofort auf, als eine auch euch, Herr General, bekannte Zwergin, Kalea Feuerherz, als entführt gemeldet wurde. Allerdings waren die Kodros aber immerhin nicht wahnsinnig genug, sie tatsächlich zu entführen oder sie haben sie zurück gebracht. Wie auch immer, Kalea war schwer verletzt. Aber nichts, was eine so große Kriegerin umbringt (wenn man das bei einem Zwerg sagen darf).

 

Wieso aber griffen Dämonenanbeter einen friedlichen Gutshof an? Die Antwort lag in einem äußerst bedenklichen Gegenstand, ein Horn, welches einen Dämonen heraufbeschwören konnte. Angeschleppt wurde dieses Horn von den Kodros. Sie wollten in der Nähe einen Dämon beschwören. Denn am Gutshof gibt es eine alte Ruine einer sehr alten, magischen Rasse, den Pan. Meiner Meinung nach wollten die Kodros deshalb zum Hof. Zumindest wurde das Horn von einem Katzenwesen ins Feuer geschmissen. Diese Wesen sind zwar äußerst fähige Krieger, neigen jedoch ansonsten eher dazu, in Schwierigkeiten zu geraten, bzw. andere hineinzubringen. Angeblich hatte das Horn zu einem Reisenden gesprochen. Um die Gefahr zu bannen, die vom Horn ausging, wurde es anschließend ins Feuer geworfen, um es zu vernichten. Das war allerdings keine gute Idee. Denn der Bewohner des Horns, ein recht schneller und furchteinflößender Dämon wurde so gerufen, stand nun auf dem Gutshofsplatz und tötete jeden, der sich ihm in den Weg stellte. Unser ehrenhafter Priester, Soldat Sandor stellte sich dem Dämon im Weg und versuchte, durch Gebete und göttlichen Beistand die Gefahr zu bannen. Jedoch wurde ihm dieser Wunsch nicht erfüllt, weswegen er verletzt zu Boden ging. Der Dämon war zu mächtig! Als nächstes wurde auch unser tapferer Korporal Turmherr verletzt, der Dämon stürzte sich auf ihn und stach ihn lebensbedrohlich in den Brustraum. Dank der Heilerinnen, die sich danach aufopferungsvoll auf unseren Korporal stürzten, konnte jedoch auch seine Gesundheit und Kampfkraft wieder hergestellt werden. Dadurch, dass die gesammelte Gästescharr, egal ob Heiler oder Kämpfer, Magier oder Priester, Waldläufer oder Gelehrter den hiesigen Landesgott Solis mit Inbrunst und aus vollem Herzen anbeteten, konnte die Gefahr irgendwie abgewehrt werden. Der Dämon verschwand wieder in seinem Horn. Schwere Verluste waren bei diesem Kampf zu vermelden.

 

Danach konnte endlich das Heilmittel verabreicht werden. Mir torkelte eine sehr betrunkene Alchimistin entgegen. Ich hatte sie als weise Fährtensucherin kennen und schätzen gelernt. Was kann Alkohol mit einem Menschen anstellen! Sie sagte, nein, lallte, ich solle auf den Abort mit ihr gehen, aber erst, nachdem ich mich ausgezogen hätte. Das schlimmste war, dass auch Leutnant Hazle in dieser niveaulosen Posse auf Seiten der Betrunkenen, sie hieß Narvi, war und mir befahl das Gegenmittel zu nehmen. Ich beugte mich also mit Entsetzen dem Verlangten! Und legte mein Kettenhemd ab! Schutzlos, ohne Waffe und Schild, folgte ich der Betrunkenen um dann – vor einer mir fast Unbekannten auf den Abort zu hocken!!! Und dann nahm ich das Gegenmittel. Und es passierte nichts. Als Reaktion stand ich mehrmals auf, wurde jedoch immer wieder zurück auf den Abort geschuppst von Narvi. Ich wurde allerdings sehr dankbar, dass bei mir nicht das Selbe passierte, wie bei den anderen Infizierten, bei denen viel Blut und Dreck aus allen Körperöffnungen kam. Da ich davon verschont blieb, war ich erleichtert. Wenn man das in so einer Situation sagen darf. Zumindest verstand ich nun die Alchimistin.

 

Nun tauchten eine weitere, sehr im verborgenen agierende Spezies des Landes auf: die Silenis. Dieses, trotz jahrhundertelanger Qual, anmutige und stolze Volk kam um das Horn zu zerstören. Dies war allerdings nur an einem ihrer verborgenen Heiligtümer möglich. Alternativ sollte das Horn bei den Menschen der Leuenmark verweilen, behütet durch Richard von Leuenfels. Durch eine Abstimmung wurde beschlossen, das Horn den Silenis zu überlassen, damit sie es zerstören. Diese Abstimmung birgt sehr viel Konfliktpotential. Die Silenis hatten sich das Horn schon einmal stehlen lassen. So wird von den Leuenhallern mit Argwohn betrachtet, ob es ihnen gelingt. Zum anderen bietet jedoch die Vernichtung eines so bösartigen Relikts eine ungeheure Möglichkeit. Meiner Meinung nach sollte dies nicht ungenutzt bleiben. Des weiteren schienen die Silenis sehr misstrauisch. Durch diesen Akt des Vertrauens kehren sie sich vielleicht den Menschen der Leuenmark verstärkt zu. Diese alte Rasse ist voller längst vergangener Weisheit. Und gegen diese Kodros könnten Sie als Bündnispartner nützen. Außerdem gibt es noch mehr von diesen Hörnern. Herr General! Bedenkt bitte, dass eines dieser Hörner in Besitz von Richard von Leuenfels ist. Sollte eines der Hörner nach Tosak gelangen, oder in die Hände der Krähensteiner fallen, es wäre nicht auszudenken, welchen Schaden es anrichten kann. Demnach wurde, laut eines Gespräches mit einen von Richards Männern, die Leuenmark schon einmal am Rande der Unbewohnbarkeit verwüstet, durch einen schrecklichen Krieg, an dem die Kodros und ihre Dämonen nicht unbeteiligt waren!

 

Ich komme nun zum letzten und ungewöhnlichsten Punkt unseres Aufenthaltes. Schon bei unserer Ankunft entdeckten wir Stelen und „Altare“. Diese waren laut eines anwesenden Urugeweihten, ein Priester des Gotts des Wissens, eine Ruine eines Gebäudes einer alten, magischen Rasse, den Pan. Ihre Magie, so seine Worte, sei mächtiger, als die mächtigste menschliche Magie. Er verschaffte uns einen Überblick über seine sehr interessanten Dokumente, jedoch etwas genaueres herauszubekommen blieb uns versagt. Bis zu dem Augenblick, als alle anwesenden Tosaker eine Art Vision hatten. Ich sah unsere Kameraden, jedoch konnte mich nicht bewegen. Ich sah zwei dieser Wesen, ein männliches und ein weibliches, welche sich über Gedankenspeicherkristalle unterhielten. In dieser Ghulhöhle im Brunnenschacht wurde von dem Katzenwesen ein solcher Kristall entdeckt. Er befand sich auf einer Stele, die laut unseres Leutnants als Magiespeicher diente und immer noch dient. In dieser Höhle, bei dieser Stele waren wir auch während der Vision! Es war faszinierend! Vielleicht finden wir Zeit, mit den Silenis oder Richard von Leuenfels über diese Pan zu reden und mehr über sie herauszufinden.

 

Das Ereignis mit den Pan passierte jedoch sehr spät am Abend. Davor haben wir noch den Totenacker, Ariunacker in Leuenhall gesegnet. Ich habe zu repräsentativen Zwecken an der Veranstaltung teilgenommen, während die Tosaker Soldaten, einen eventuellen Angriff vorbeugend, die Umgebung gesichert haben. Die Zeremonie war sehr emotional. Nicht so pathetisch und voller stolzer Worte, wie wir es im Namen Pataras bei einer Beerdigung einen unserer Soldaten halten, eher ruhig und mit würdiger Getragenheit. Ein sehr schöne Art, an Leute zu denken. Sie erinnert mich sehr an die elfische Art der Totenmesse.

 

Nicht zu verachten war das zünftige Mahl, denn schlussendlich konnte der „Güldene Hof“ doch noch eingeweiht werden. Zu Beziehungen politischer oder handelspolitischer Art mit dem hiesigen Hausherrn gibt es jedoch Bedenken, da er aufgrund seiner Abwesenheit in höchster Not nicht Tosakern idealen entspricht, seine Kameraden und sein Land zu verteidigen. Es bestehen bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit seiner Lieferungen, auch aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Ereignisse der Tage um seinen Hof. Wer vermag zu sagen, welche Schwierigkeiten diese Ruinen der Pan noch bereithalten?

 

Für Tosak! Für die Komtess!

 

Hochachtungsvoll,

 

Samos Wisperwind, Leutnant i.A.

Libertas Mentis

24.05.2014

Libertas Mentis

An Herrn General Armand Ketar

Pataras zum Gruße mein hochverehrter Herr General. Wir schreiben den 18. Tag des fünften Mondes im Jahre 713 nach Johann Bertram von Tosak.

 

Ich hoffte, zusammen mit dem Leutnant Zorjan Hazle auf die neu-etablierte Form der Kontaktaufnahme zu euch erstmalig zurückgreifen zu können – doch war die magische Kraft des Leutnants aufgrund der gestrigen Ereignisse zu aufgebraucht, um die Verbindung herzustellen. Somit erreicht euch der Einsatzbericht auf traditionelle Weise als Depesche.

Wir trafen im Tale unter der Burg Adlerwacht im Nebeltal auf dem Kontinent Eltunai nach einer beschwerlichen Reise zur See am 16. Tag des fünften Mondes ein. Leutnant Hazle eröffnete den Einsatz, indem er mir meine Befehlsgewalt nach einem halben Jahr wiedergab. Ich übernahm die Leitung des aufgeschlagenen Feldlagers, während Leutnant Hazle sich der Gastfreundschaft des sogenannten Aquilinons Albrecht vom Nebeltal annahm. Doch erwies zeigte die „Audienz“ bei Albrecht, die Besichtigung der Burg, die Musterung der selbsternannten Nebeltalgarde und die unformelle Art der Speisung der Gäste verschiedener Stände ein gewisses Maß an Inkompetenz für einen Führer von Land und Leuten. Einheimische Strauchdiebe bestätigten uns, dass die jüngst etablierte Herrschaft unter Albrecht in einem Land, das voller Ressourcen und Möglichkeiten ist, zu Armut und Wehklagen unter dem Pöbel geführt hat.

Folglich richteten wir unser Augenmerk auf die Bündnisgespräche mit anderen Gästen des Aquilinons, so sind drei erfolgreiche Kontrakte zu berichten:

Die Aquilonin Füchschen vom linken Flankenschutz, einer Art Söldnertruppe, wurde vom Leutnant gegen klingende Münze für den Einsatz unter eurem Kommando angeheuert mein Herr General. Nach meiner persönlichen Einschätzung handelt es sich dabei um Plänkler im Heeresverband oder eher um Agenten für defizile Aufgaben.

Als zweites ergab ein Gespräch mit dem Weibel Quintus der Legionäre von Valkos einen Kontrakt, indem der Reichshandelsbevollmächtigte ihrer erlauchten Komtess sich mit dem diplomatiebevollmächtigten von Valkos in Valkos sich verbindlich in Verbindung setzen wird. Hierbei wird Tosak Erze und Holz gegen Gold aus Valkos handeln.

Der dritte Triumph ist ein erfolgtes Bündnis mit dem Chevalier Gregory Philipe de Frontsac. Der hochwohlgeborene Herr stellt der erlauchten Komtess seine 50 besten Einheiten zur Verfügung, jeder Mann oder Frau soviel Wert wie ein tosaker Ritter – seiner Aussage nach. Im Gegenzug sicherte ich ihm zu, sobald der unsrige Bürgerkrieg beendet ist, das Land Hügeltrutz zu befrieden, das innerpolitisch durch den Tod von einem der zwei ansässigen Könige destabilisiert wurde. Der Chevalier besitzt neben seinem Frontsac-Lehen ein Lehen als Truchsess in Hügeltrutz, daher sein Interesse. Ich versicherte mich auch in Gesprächen mit ihm und seinem Gefolge, dass die Heimat des Chevaliers ein ehrbares politisches System aufweist, Bürgerrechte existieren und eine Religion, der Glaube an Sol, existiert, der auf rechtschaffenen Prinzipien baut.

Zu erwähnen ist es, dass ich in Vertretung des Leutnants ein knappes Dokument des Aquilinons unterzeichnete, indem Tosak die Unabhängigkeit des Nebeltals von Ostria anerkennt. In meinen Augen ist dies eine reine Formalität und geht mit keinen Verpflichtungen einher – der Herr Leutnant sieht da aber sehr wohl eine Verpflichtung zur militärischen Unterstützung darin. Sollte Albrecht eine Unterstützung fordern, könnten wir ja, solange der Bürgerkrieg folgt, dem Nebeltal statt Männern auch Ressourcen oder Gold anbieten, welches es Gewiss für das viele Söldnervolk braucht, aus dem das halbe Nebeltalvolk zu bestehen scheint…

Desweiteren sind wiederholte Angriffe der Orks zu melden, doch scheute ich mich natürlich nicht zu den nächtlichen Angriffen wiederholt das Feldzelt zu verlassen und die Angreifer abzuwehren. Schlaf ist ein Luxus, um den sich ein Soldat verdient zu machen hat! Außerdem wurde die Beförderung des Soldaten Ulman Armenstein zum Korporal vom Leutnant durchgeführt und des Rekruten Carney Kid Cameron zum Soldaten von mir vorgenommen sowie Soldat Darius in Drachenfreyer Tradition ein Zweitnahme geschenkt der von Korporal Hammerklang gefunden wurde, nachdem sich Darius als effizienter Späher erwiesen hat: Soldat Darius „Nachtfuchs“ aus Eschenheim. Der Herr Leutnant hat weiterhin eine von den Orks gejagte Zivilistin in den Tross unserer Delegation aufgenommen. Ihr Name ist Sonoria. Sie erscheint mir geistig verwirrt, hat versteckte Talente, mit denen Sie mich sogar einmalig überlisten konnte und ist schwer durchschaubar – aber der Herr Leutnant wünscht sich ihr Beisein bei unseren Reisen. Als Verletzungen mussten wir erst mehrere Treffer bei Weibel Lormi Erdfeuer hinnehmen, die von Korporal Ulman Armenstein für nicht diensttauglich erklärt wurde. Da Weibel Erdfeuer trotz ihrer Dienstuntauglichkeit kämpfte, werde ich mir eine adäquate Disziplinierung überlegen. Als später Korporal Armenstein verletzt am frühen Abend des 17. Tages im Mannschaftszelt aufgefunden wurde, heilte der Leutnant ihn auf magischer Weise. Dies führte zur Unfähigkeit den Kontakt zu euch in persona herzustellen. Die Truppe hat sich meiner Meinung nach darüber hinaus wieder als flexibel, schlagkräftig, zuverlässig und absolut loyal erwiesen bis auf wenige Einzelfälle die von mir angemessen reglementiert wurden.

 

Mit ehrerbietendsten Grüßen

Girion Grenzherr
Leutnant in Ausbildung des Tosaker Heeres
Im Dienste ihrer erlauchten Komtess Sophie von Tosak, rechtmäßige Erbin 
der Regentschaft der Grafschaft Tosak

 

Schluss Anmerkung des Herrn Leutnant Zorjan Hazle

Korporal Olomorn verhielt sich innerhalb seiner Spähertätigkeit gewohnt Professionell. Aber bei einem Führungsstabs treffen und bei Vertraulichen Gesprächen des Herrn Leutnant in Ausbildung ließ dies leider zu wünschen übrig. Weiterhin vertraut er mir scheinbar immer noch nicht und auf ein Schriftstück warte ich immer noch das er es mir freiwillig aushändigt. Wieder muss ich leider anmerken das es, auch wegen seiner Vorlauten alles besser wissenden Art, ein Fehler war ihn zum Korporal zu befördern.

Weiterhin muss ich euch hiermit mitteilen, mein Herr General Ketar, das ich nach dem lesen des letzten Briefes mich dieses einen Befehls wieder setzen werde! Ich werde den Jungen über seinen Vater informieren, natürlich Vertraulich. Solltet ihr an dieser Stelle über eine Bestrafung meinerseits nachdenken wegen meiner Befehlsverweigerung in diesem Fall, lasst es! Was auch immer ihr tut, es wird das ende unserer Mission nach sich ziehen. So oder so!

Und zu gut der letzt muss ich noch anmerken: Herr Leutnant in Ausbildung Grenzherr, das mein korrekter Titel: "Herr Leutnant Hazle" ist und NICHT: "der Leutnant" oder ähnliches! Aber keine Angst, dies werde ich nicht vergessen, wo ihr doch immer so viel wert auf Arschkriecherei und Etikette legt…

 

Mein Herr General Ketar, Grüße! 

Taverne: Zur gehängten Minzkatze

29.10.2013

Taverne: Zur gehängten Minzkatze

An Herrn General Armand Ketar

 

Pataras zum Gruße mein hochverehrter Herr General. Wir schreiben den 26. Tag des 10. Mondes im Jahre 712 nach Johann Bertram von Tosak.

Ich hoffe, dass euch mein Brief erhalten hat, der die Begebenheiten im Lande Takara bereits geschildert hat. Nun kann ich mir Dank einer kurzen Rast in einer Taverne zu eurer Depesche, die mich in Takara erreichte, Stellung nehmen und von den Ereignissen der letzten Wochen und des heutigen Tages berichten.

Zu eurem Sendschreiben:

Zuerst muss ich ein furchtbares Missverständnis richtig stellen: Verzeiht meine unklare Formulierung, aber Soldat Milton Jarson ist nicht tot. Er eskortiert den Gefangenen Insigniel nach Tosak um ihn Josef Kyrali vorzuführen.

Als Beweis von Reue und Treue für meine letzten Frevel möchte ich mein Blut für euch vergießen und die Verbindung zu euch herstellen, von der ihr schriebt. Ich gab bereits dem Herrn Leutnant einen für mich persönlich wertvollen Gegenstand und hoffe, dass meine Bindung an ihn hinreichend groß ist für den Zauber.

Nach einem Gespräch mit dem Medikus Ulman Armenstein und Leutnant Hazle wäre ein Transport der notwendigen Blutmenge zwar möglich, aber zu gefährlich für die Einheit: Würde das Paket mit meinem Blut abgefangen werden, könnte es für schändliche Zwecke und schwarze Magie missbraucht werden und die Mission gefährden. Der Leutnant ordnete heute eine Rückkehr nach Tosak an, und bei dieser Gelegenheit werde ich die Spende gerne in der geliebten Heimat vornehmen. Ich hoffe dies ist auch in eurem Sinne mein Herr General.

Er nahm auf der letzten Waffenübung auch die von euch gewünschte Beförderung meiner Person in den Offiziersgrad Leutnant in Ausbildung vor. Ich nahm diese Ehre unter der Voraussetzung an, mich ihr hoffentlich würdig zu erweisen, ansonsten möge mir Strafe oder Tod zuteil werden. Ich werde des Weiteren euren Rat im letzten Brief beherzigen und das Maß meiner „Ehrerbietung“ euch gegenüber auf ein hinreichendes Maß reduzieren und stärker meine Meinung vertreten.

In diesem Sinne würde ich gerne den Herrn Leutnant Zorjan Hazle für den Orden des Mutes vorschlagen für seinen Rettungsversuch gefangener Kameraden im Lande Takara. Er ersuchte verletzt und geschunden, aber mit stählernem Herz das Schlachtfeld und stand trotzig einer schieren Übermacht gegenüber – ohne zu weichen. Eine Verleihung könnte ich als Dienstgradnächster auf der Reise vornehmen, oder Ihr wünscht die Verleihung persönlich in Tosak vorzunehmen, wenn wir in einigen Wochen zurückgekehrt sind.

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich in Takara einen Silberbarren erworben und am heutigen Tage einen Silberklumpen erhalten habe. Beide würde ich gerne von Samuel Finch zu einer versilberten Waffe schmieden lassen, um den vielen Monstern und magischen Bestien Herr zu werden, denen unser Trupp auf der Reise immer wieder begegnet. Leutnant Hazle und Diplomat Flumen befinden sich noch im Disput, wie das Silber wohl am weisesten genutzt werden soll.

Das von mir und Soldat Erzhammer erworbene Gold aus Takara wurde bereits vollständig der Soldkasse überführt, lediglich Soldat Celan Turmherr, dessen Nachname ihm vom Leutnant nach seinen Taten in Gallita verliehen wurde, hat noch seinen Anteil der Kasse zu überführen.

Leutnant Hazle hat des Weiteren angeordnet, dass jedwede Post in die Heimat zur Einsicht vor dem Abschicken ihm vorgelegt werden muss und gegebenenfalls editiert wird. Ich sehe dieses Vorgehen als berechtigt, da dieses den Umgang mit militärisch- und diplomatisch sensiblen Informationen wohlüberlegter gestaltet.

Nun zu den Ereignissen des heutigen Tages:

Wie ich bereits erwähnte, wendet sich unsere Reise ab morgen wieder der Heimat Tosak zu. Dies tun wir, da sich der steckbrieflich gesuchte Vin Kyrali in unserem Gewahrsam befindet. Wir trafen ihn auf der Durchreise bei einer Taverne an und der Leutnant „überzeugte“ ihn, sich kampflos dem Trupp anzuschließen und zu Josef Kyrali zu reisen, dem Herrn Insigniel hinterher.

Doch war der heutige Tag, der 26. Tag des 10. Monats des Jahres 712 nach Johann Bertram von Tosak, keiner, wie er sonst einem Wanderer tagtäglich widerfährt. Im Rahmen meiner Ausbildung zum Leutnant übergab mir der Leutnant auf der Reise zur Mittagszeit das Kommando für den Rest des Tages. Bei einer Waldpassage waren wir Waldgeistern ausgesetzt, die uns ohne Diskussion in einer Nadelstichtaktik angriffen. Sie waren hauptsächlich mit Bögen bewaffnet und schickten gelegentlich einen Hünen mit Speerlanze zum Nahkampf heran. Die Angriffe wurden immer unvorhersehbarer, und die Waldgeister verschwanden teilweise nach einzelnen Pfeilschüssen im Nichts. So kämpften wir uns unter meinem Kommando in defensiver Vorgehensweise, mit zerstörten Schilden und dem von Pfeiltreffern verwundeten Leutnant zu einer nahen Taverne vor.

Doch erwartete uns in dieser keine warme Mahlzeit. Noch bevor wir unsere Wunden vernünftig versorgen konnten, zeigten alle Gäste des Gasthauses verschiedenste Symptome einer Krankheit. Leutnant Hazle verlor sein komplettes Gedächtnis bis zum Abend. Weibel Lormi Erdfeuer erlag einem neurotischem Sauberkeitsdrang, Soldat Alvis Erzhammer übte sich in einer für einen Tosaker Soldaten sehr delikaten Form der Schizophrenie und Soldat Ulman Armenstein hatte ein manisches Verlangen nach Äpfeln. Ich hatte eine widerwärtige Form von Pazifismus und versuchte dranghaft Konflikte ohne Gewalt zu beenden. Dies schränkte so manche schwierige Situation im Laufe des Nachmittags ein, und viele Stunden gingen nur damit zu, die aufeinandertreffenden Krankheitssymptome zu kontrollieren.

Eine extreme Situation fiel mir zu. Soldat Armenstein spaltete mir das Scrotum mit einem Langmesser, nachdem ihm in seinem Wahn mehrfach von Weibel Erdfeuer gesagt wurde, in meiner Bruche befände sich ein Apfel. Die „Verletzung“ wurde glücklicherweise sofort von Vin Kyrali versorgt, der sich bis dahin noch als Don Marco ausgab.

In der Herberge gab es den Arbeitsplatz eines ehemaligen Schwarzmagiers, und je nach aktuellem Stand der Krankheitssymptome wurden dessen Habseligkeiten und Schriften durchgearbeitet. Soldat Armenstein verordnete mir als Medikus die Einnahme eines beruhigenden Rauchkrautes, das zwar zu einer kurzzeitigen „Unzurechnungsfähigkeit“ meinerseits führte, aber danach mein Problem mit Konflikten beseitigte.

Eine zweite Welle von Krankheiten zwang Soldat Armenstein eine Phobie vor der Farbe grün auf, Soldat Erzhammer einen Verfolgungswahn, mir eine Sprachstörung und Leutnant Hazle eine Phobie vor Bäumen und Enten. Im späten Nachmittag spaltete ich einen Expeditionstrupp aus Leutnant Hazle und Weibel Erdfeuer ab (Auf Anraten des Leutnants) und schickte ihn in den Wald auf Kräutersuche für ein Heilmittel, während ich bei der Herberge mit den beiden Soldaten verblieb zur Literaturrecherche und Kontrolle der lokalen Situation. Diese verschlechterte sich zusehends, da allen Ortsansässigen schimmelartiger Flaum am Körper, tendenziell zunehmend wuchs. Trotz der schwierigen Situation behielt Soldat Erzhammer bei der Dechiffrierung eines verschlüsselten Textes einen kühlen Kopf, gerade für eine Zwergen und Ulman Armenstein überblickte die unzähligen Pergamente und entschärfte die Fallen in den Truhen des Schwarzmagiers.

Schließlich fanden wir in den Notizen des Schwarzmagiers eine Möglichkeit einen Dämon mittels eines Rituals anzurufen. Ohne auf das Gedächtnis des magisch versierten Leutnants bauen zu können, ordnete ich das Ritual an und führte die Vorbereitungen mit Soldat Armenstein und einer Bibliothekarin durch, die in der Taverne zu Gast war. Ich hielt vor der Anrufung noch eine Messe für Pataras ab, um uns Kraft und Mut zu spenden.

Wir beschworen den Dämon, und er wählte mich, um seinen Zorn zu entladen. Ohne Tosaker Schild wehrte ich nahezu alle seiner Hiebe ab und lenkte seine Aufmerksamkeit auf mich, während die Übrigen ihm in Rücken und Seite schlugen. Nachdem wir ihn bezwangen verschwand er spurlos – doch nicht unsere Krankheitsleiden und Schimmelauswüchse.

Eine Vision, die der Leutnant und ich von Pataras hatten bewog uns, den Dämon erneut herauszufordern. Erneut wurde der Dämon gerufen, und erneut lenkte ich seine Aufmerksamkeit auf mich (Gestärkt durch einen Schutzzauber des Leutnants). Als wir ihn wieder schlugen, führte uns ein magisches Licht zu einem Pilz, dessen Sporen unsere Krankheiten verursachten. Die Eitergefüllten Blasen im Stamm des Pilzes waren schließlich das Heilmittel unserer Gebrechen und Krankheiten. Ich nahm noch ein langes Stück des Nervenstrangs an mich zur näheren Untersuchung durch Rekrut Rowin Elkensen.

Am Abend führte ich die militärische Rechtsprechung durch bezüglich des Vorfalls mit Ulman Armenstein. Die Anklage lautete: Gewalt an einem Kameraden. Im Zuge meiner Recherchen, Zeugenaussagen und medizinischer Fachmeinungen befand ich Ulman Armenstein für nicht zurechnungsfähig aufgrund seiner Manie und damit für nicht schuldfähig.

Weibel Lormi Erdfeuer wurde im Zuge der Recherche der Anstifterei zur Gewalt an einem Kameraden angeklagt und für bedingt zurechnungsfähig und damit schuldig befunden. Das Strafmaß verkünde ich zur nächsten Waffenübung nach reichlicher Überlegung. Die Strafe die ich momentan im Sinn habe, wird Weibel Erdfeuer an die wahren Werte von Kameradschaftlichem Denken und Handeln erinnern.

Mit ehrerbietendsten Grüßen

Girion Grenzherr
Leutnant in Ausbildung des Tosaker Heeres
Im Dienste ihrer erlauchten Komtess Sophie von Tosak, rechtmäßige Erbin 
der Regentschaft der Grafschaft Tosak

Takara

22.09.2013 (Kommentare: 1)

Takara

Einsatzbericht an den Herrn General Armand Ketar des Tosakischen Heeres über die Expedition im Königreich Takara

Pataras zum Gruße mein hochverehrter Herr General. Wir schreiben den 22. Tag des 9. Mondes im Jahre 712 nach Johann Bertram von Tosak. Ohne auf euer letztes Sendschreiben an den Herrn Leutnant Hazle und mich Antwort nehmen zu wollen, versuche ich nüchtern von den Ereignissen der sogenannten Expedition ihrer königlichen Hoheit Mirinda Esta Lupanis zu Takara nach Garodien Stellung zu nehmen.

Bereits auf dem Weg der Expedition begegneten wir neben üblichem Gesinde wie Banditen und Bettlervolk auch einer Gruppe Gerüsteter, die sich als Söldner bezeichneten und Wegezoll verlangten. Das Spiel wurde rasch durchschaut, als wir nach Ihren Papieren fragten, schlugen wir das Diebespack sogleich nieder. Auf dem weiteren Weg sahen wir allerlei magische Perversionen, wie leuchtende Kugeln, Brettspiele die mit sich selbst spielten und einen Schreinraum, der Menschen ihrer klerikalen Magie beraubt. Von den Strapazen dieser Reise ermattet, doch ohne Jammern wie es Manier im glorreichen Tosakischen Heer ist, trafen wir auf einen Handelsposten. Überraschenderweise erfuhren wir dort, dass es für eine schlichte Übernachtung in dem Handelsposten notwendig ist, eine ganze Handelslizenz zu erwerben. Der Leutnant deligierte diese Aufgabe wohlwissentlich an den Soldaten Ulmann Armenstein, der eine solche zu vortrefflichen Konditionen erwarb. Der Leutnant und meine Person brachten derweil in Erfahrung, dass der Posten von Sklavenjägern bedroht wird, die geradezu selbstmörderisch wiederholt den Posten angriffen und Menschen entführten. Auch hörten wir von dunklen Elfen mit vernarbten Gesichtern die im Walde lebten. Leider trafen wir aber nicht auf die Späher Soldat Morvin Duriel und Rekrut Yorvynn Silberblatt die bereits im Handelsposten Stellung bezogen haben sollten. Der Leutnant und ich waren uns aber auch einig, erst zum kommenden Tage eine Suche beginnen zu können. Dafür schicktet Ihr uns aber in eurer Weisheit Weibel Lormi Erdfeuer mitsamt des Zwergischen Genossen Soldat Alvis Erzhammer. Wahrlich ein günstig gewählter Zeitpunkt Herr General. Sie brachten auch eure Depesche unversehrt zum Herrn Leutnant, und danach in die meinen Hände. Ohne jetzt ausführlich zu eurem Sendschreiben Stellung nehmen zu wollen, werde ich Tosak stets in dem Dienstgrad dienen, wie es euch als Bestes dünkt - und wenn dies nach eurem Denken als Leutnant in Ausbildung ist, so werde ich diese Ehre demütig antreten. Der Herr Leutnant entschied, mir diese Ehre zu anderem, günstigeren Zeitpunkt zukommen zu lassen.
Ermattet von dererlei Geschichten bezogen wir in einer taktisch günstig gewählten Hütte Quartier. Die Einteilung der Nachtwache erfolgte ordnungsgemäß, und die Männer waren gar zu Müde um abends noch Ihren Tagessold in Empfang zu nehmen. Doch blieb die Nacht schlaflos, denn Geister, erst rastlos, dann angriffslustig, verfluchten unsere Männer mit Schmerzzaubern und fügten vielen schwere Wunden zu. Nun die Fähigkeit des Herrn Leutnant, Waffen magisch zu verzaubern, ermöglichte es uns, die Wesen heldenhaft zurückzuschlagen. Der Herr Leutnant entdeckte des Weiteren, dass ein silbernes Armband, das in den Besitz des Soldaten Ulmann Armenstein gelangte, für die rastlosen Erscheinungen verantwortlich war. Er führte es den Toten zurück und beendete den Spuk. Meines Schlafes beraubt, trat ich die Hundswache an. Mein Wachgenosse Soldat Alvis Erzhammer lag verwundet dar nieder. So erklärte sich der Weibel Lormi Erdfeuer dazu bereit, direkt nach vorheriger Wachschicht die Hundswache mit mir anzutreten. Ich darf daher meinen Respekt dem Tosaker Soldatenstolz, dem Zwergischen Geschlecht und Weibel Erdfeuer aussprechen. Die restliche Wache lief ruhig ab. Zum Morgen erfolgte der ordnungsgemäße Appell, noch vor Ablauf meiner verordneten Schlafenszeit, was mich natürlich in keinster Form an der Teilnahme zum Morgenappell hinderte. In diesem wurde dem Rekruten Celan aus Eschenheim die Beförderung zum Soldaten zuteil und die Verleihung des zweiten Vornamens Turmherr, in Gedenken an Celans heldenhaftes Verhalten im Lande Gallita. Dieser zweite Namen soll eine Sitte bei gebürtigen Hazlern sein. Soldat Celan Turmherr aus Eschenheim fand auf Befehl des Herrn Leutnants hin beim Kundschaften den geplünderten Leichnam der Soldatin Morvin Duriel. Sie schien nicht geschändet worden zu sein, lediglich ihr Kram von Wert wurde gestohlen. Gewiss ein Raubüberfall. Wir nahmen an, dass Sie das Feuer anbetete und übergaben Ihren Leichnam somit dem Feuer beim Morgenappell, und huldigten Ihrem Leben und Dienst mit Gebet und Schweigeminute. Mich traf es besonders schwer, da ich Soldat Duriel mit dem Rekrutierungsvertrag damals persönlich in Dienst nahm und sie ausbildete, aber mir nicht die Ehre zuteil wurde, mit ihr zusammen kämpfend zu sterben, sondern sie allein dem Schicksal zu überlassen, von einer Bande ehrenloser Hurenkinder getötet und beraubt zu werden. Leider ließ unser Auftrag keine Verfolgung jenes Mörderpacks zu.
Noch vor der Mittagssonne am 21. Tage des 9. Mondes, erfolgten wiederholt selbstmörderische Angriffe der Sklavenjäger. Der Medicus Soldat Armenstein pflegte sowohl wiederholt die unseren als auch die Angehörigen der Expedition. Tote zu beklagen hatten wir bei den Scharmützeln auf Tosaker Seite nicht. Im Laufe der Tagessonne wurden Gerüchte laut von einer Maschine. Solange sie laufe, sei unsere Welt sicher, doch würde sie abgeschaltet werden, drohe Untergang und Gefahr. Auch überkamen Soldat Armenstein und meine Person Visionen. Hierbei ging es um die Kugeln, einen magischen Zahn und einen Altar der mit der Maschine zusammenhing. Ich darf erwähnen, dass diese Informationen sehr verwirrend waren und nur schwer zusammenzufügen waren. Doch passten erworbene Teile einer Schatzkarte hingegen wunderbar zusammen. Auf Befehl des Herrn Leutnants nahm ich mit Soldaten Celan Turmherr aus Eschenheim und Soldat Alvis Erzhammer die Suche mitsamt weiterer angehöriger der Expedition auf. Die Fremden hießen Galliard, Galadrel, Linn und eine unbekannte Waldelbe. Linn war mir zwar als bekennendes chaotisches und dämonengleiches Geschöpf, doch fand Sie zum Orte des Schatzes. Dort fanden wir Geister vor. Die Waldelbe verzauberte unsere Waffen mit Arkaner Kraft, und zu siebt trotzen wir mehreren Wellen dieser Erscheinungen. Wir nahmen dann Kontakt zu einem rachsüchtigen Geistermädchen auf. Das Gespenst erzählte von wirren Dingen, so sei ihr Name Ratte, und ihre Katze hieß zu Lebzeiten Zähnchen. Eine Anspielung auf den magischen Zahn? Die Frage blieb ungeklärt, denn die dämonische Linn hatte offenbar viel übrig für das Spukkind. Ich traute meinen Augen kaum, aber die Ketzerin tröstete das Kind, und Liebe und Geborgenheit erlösten den Geist. Ich grub in der feuchten Walderde mit den Oberschenkelknochen des Geistes, natürlich Pataras um Erlaubnis betend, nach der Schatzkiste. Wir teilten den Fund unter uns Sieben auf. Ich erbeutete neben Gold und Geschmeide einen Dolch, einen Silberbarren und einen Diamanten. Alles soll Tosak dienen: Gold und Zierrat kommen in die Soldkasse und zum Schrein Pataras, um für meine Grabschändung zu büßen, der Dolch wird durch meine Hand wider Tosaks Feinde geführt und der Diamant wird von mir dem Herrn Leutnant übergeben. Diesen könnte er für seine magischen Künste gebrauchen. Den Silberbarren werde ich von Meisterschmied Samuel Finch zu einer Waffe schmieden lassen, die auch bestialische Wesenheiten zur Strecken bringen wird.
Kaum von mit Soldat Alvis und Soldat Celan zurückgekehrt, konnten wir noch nicht einmal fertig Bericht erstatten und Essen fassen, so erfolgte ein Großangriff der Sklavenjäger. Mittels ekelerregendem, feigen Lähmungsgift überwanden Sie unsere Formation und schlugen uns nieder. In meiner Ohnmacht nahm ich war, wie ich davongetragen wurde. Als ich aus dem Delirium langsam erwachte, war ich vom Lähmungsgift gefesselt. Ich sah Soldat Finch bei mir, er war ebenfalls paralysiert. Ich kämpfte über gut 30 Augenblicke unter Gebet zu Pataras gegen das Gift an, und zog zitternd den Stiefeldolch. Immer wieder wurde er mir lachend entrissen und mir die Finger gebrochen. Über uns stand eine Hexe, die uns nach und nach unserer Lebenskraft beraubte. Ich betete zu Pataras für einen kämpfenden Tod. Benommen nahm ich dann im finsteren Wald zwanzig Schritt entfernt sechs Tosaker Schilde wahr - die tapfer gegen 40 Mann an dunklen Elfen standen. Nach und nach kamen weitere Expeditionsangehörige aus dem Posten und bildeten eine Streitmacht, die in einem lange dauernden Gefecht die Elfen zurückschlugen, doch leider zu spät: Die Hexe zertrat einen Runenstein und deaktivierte damit die Maschine. Die Schlacht ward verloren. Ohne einen ruhmreichen Tod zu erleiden wurde ich gefunden und von einem Barden und Magier mit ihrer Lebenskraft beschenkt. Auch wurde Samuel Finch mit der Lebenskraft von Soldat Celan Turmherr aus Eschenheim gerettet. Wir wurden ins Lager gebracht und unsere Wunden vom Medicus versorgt. So endete der denkwürdige, merkwürdige Expeditionseinsatz ohne Führung, ohne Audienz bei ihrer königlichen Hoheit, ohne verhandelte Belohnung im Krankenbett. Am nächsten Tage reisten wir ab, und überließen die Maschine den habgierigen Händen adeliger Emporkömmlinge und anderen "Expeditionsangehörigen".

 

Mit ehrerbietensten Grüßen

Girion Grenzherr
Weibel des Tosaker Heeres
Im Dienste ihrer erlauchten Komtess Sophie von Tosak, rechtmäßige Erbin 
der Regentschaft der Grafschaft Tosak

Gallita 2

27.05.2013

Gallita 2

An General Ketar

 

Seid gegrüßt mein Herr General Ketar.

Ich möchte euch danken, das euer Soldaten Trupp die von mir nicht so gut aufgenommene Gastfreundschaft der Krähen beendet hat.

Euer Abgesandter hat mich dann auch wie ihr es wolltet in euer Armee aufgenommen.

Seit dem habe ich: ein regelmäßiges Waffentraining angesetzt um die Leute fitt zu machen. Es fand nun 6 mal statt. Hier konnte ich immer wieder Interesse der Bevölkerung feststellen. Gerade die Unteroffiziere haben dabei bisher viel über Gefechtstaktik gelernt. Vor kurzem konnte ich 4 neue Leute für eure Armee anwerben. 2 Davon sind offiziell eingetreten, von einem kenne ich den Vater,  und 3 der "Rekruten" haben Kampferfahrung. Zwei der Rekruten geben uns Deckung. Gerade im Lande Gallita hat einer dieser neuen offiziellen Rekruten alleine einen wichtigen Turm, weit hinter den feindlichen Linien erobert.

Dort konnte ich auch die von euch leider schlecht gefüllte Soldkasse aufbessern, damit die Soldaten weiterhin in gutem Essen stehen. Denn wie wir alle wissen: ohne guten Mampf kein Heroischer Kampf. Das von euch geschaffene Soldatenbuch hat mich über mehr Dinge aufgeklärt, als die meisten über das Armeewesen wissen. Herausragend gut, solange es nicht in Feindeshand fällt.

Zu den jüngsten Ereignissen: Sir Sergant Urix Zinngießer, ist meiner Meinung nach ein Ursupator wie er im Buche steht. Wir befreiten ihn zwar auf einer Festung im Feindesland. Aber nachdem wir den Vampir dort vernichtet und seinen Freund, der von einem Dämon beseelt wurde gerettet hatten, machte er sich zum neuen Burgherren über eine Ruine in einem Land, das ihm nicht gehört. Da ich das vorhersah, versuchte ich Kontakt zu den "Wildmenschen" wie er sie nannte aufzunehmen. Sie waren heldenhafte, unglaublich zähe Kämpfer, die teilweise Plattenrüstungen trugen. Nach dem ich mich mit einigen unterhalten hatte kam heraus, das sie einen König haben. Leider konnte ich den anderen anwesenden "Helden" nicht genug Vernunft einbläuen um sie zu verschonen. Daher sind die meisten verstorben trotz das ich einer sogar unter Aufbietung meiner Kräfte das Leben rettete um ein Gespräch beim König Hugo zu erwirken.

Zu diesem Leben retten muss ich etwas sagen. Diese Idee kam von mir. Nur ich bat meinen Helfer, Pataras Priester Jarson, mitzumachen. Daher übernehme ich die alleinige Verantwortung für das was geschehen ist. Leider kenne ich die Landesgesetze in Tosak dazu nicht, aber ich fand die Gelegenheit war wichtig. Hinzu kommt, das ich der Frau mein Wort gegeben hatte, das sie unversehrt ziehen kann. Daher würde ich jederzeit wieder so handeln! Meine rechte Hand, Weibel Grenzherr war nicht meiner Meinung, sah aber keine rechtliche Handhabe sich mir in den Weg zu stellen. Er gab aber gleich an, das er euch berichten würde. Ihn trifft keine Schuld! Da mein Lebensrettungsversuch zwar erfolgreich war, trotz der schlechten Bedingungen, aber leider dann keiner mehr am Leben war fallen die Wildmenschen leider auch als Bündnis Partner aus.

Da mir mitgeteilt wurde, das mein Handeln nicht auf positiven Anklang stoßen wird, lege ich hiermit mein Amt nieder, bis und von euch eine Antwort erreicht.

Solltet ihr aber wollen, das ich den Rang in eurer Armee weiter trage, verlange ich das diese komischen Briefschreibereien aufhören. Wir haben beide besseres zu tun, oder? Ihr habt eine sehr gute Wahl in Bezug auf die unterschiede der Charaktere getroffen. Auch Diplomat Flumen ist ein SEHR fähiger Mann. Daher, Vertraut mir, oder lasst mich meiner Wege ziehen. Dies gilt dann auch für meine Unteroffiziere!

Sollte ich nicht weiterhin den Posten des Führers tragen gebe ich folgende Vorschläge für Beförderungen: Soldat Jarson zum Korporal, Soldat Duriel zum Korporal, Ulman Armenstein, zum Korporal später zum Weibel, Bertram Flumen zum Leutnant in Ausbildung. Korporal Olomorn ist kein gutes Vorbild vor der Truppe, Weibel Grenzherr hat sich auch eine Ausbildung zum Leutnant verdient. Die noch schwach ausgeprägte Fähigkeit des Querdenkens wird er aber innerhalb der nächsten 2 Jahre erlernen.

  Grüße,

Zorjan Hazle, ehemals Zorjan Baerow. Ehemaliger Hauptmann von Drachenfrey.

Das Fest der Lichter

10.05.2013

Das Fest der Lichter

Tagesbericht von Yorwynn Silberblatt, im Auftrag von Leutnant Hazel, an General Ketar


Unser Trupp, geführt von Leutnant Hazel, machte eine Rast bei einer Burgruine im Ohenwald. Als wir das Lager aufgebaut hatten, wurde vom Leutnant der Sold der letzten Dienstaktiven Tage, entsprechend dem Dienstgrad eines jeden anwesenden Soldaten ausgeteilt. Im Laufe des Tages begegnete uns eine angebliche Magistra in Begleitung eines Elfen. Wir boten ihnen unsre Gastfreundschaft an und luden sie zu Wurst, Brot und Wasser ein. Sie erzählten uns von dem Fest der Lichter, das jedes Jahr hier gefeiert wird und das dieses Fest an diesem Abend, bei untergehender Sonne gefeiert werden soll. Die Magistra erzählte uns, dass sie an dem Gottesacker, der südlich von unserem Lager war durch ein rothäutiges und Gehörntes Wesen, das angeblich ein Dämon sein sollte, beeinflusst wurde. Dieser Dämon nahm eines der Geschenke an sich und lies die Magistra mit dem Elfen weiterziehen. Sie berichteten außerdem, das dem Elfen, der ein Beschaffer der Geschenke für die Magistra war, die restlichen Geschenke für das Fest der Lichter entwendet wurden. Sie baten uns um Hilfe, wir sollten diese zurückbringen. Es kamen noch weitere Personen in unser Lager, ein Zwerg in Begleitung einer jungen Dame und eins Orks, der scheinbar nur frech war und eine kleine Gruppe von Abenteurern, die nichts außer Frauen, Alkohol und Unsinn im Kopf hatten. Wenig später erzählte uns die Magistra das ein Grüner Gnom sie und den Elfen niedergeschlagen haben soll und deren Geschenke stahl. Er hatte nichts Böses im Sinn, er wollte nur ein eigenes Geschenk haben. Nach dem wir ihn in der Küche unblutig gefangen genommen hatten und ihm ein Geschenk entwendeten, ließen wir ihn wieder frei. Daraufhin stellte er uns allen Aufgaben die wir erfüllen sollten. Als einer der Abenteurer sich einer der Aufgaben des Gnoms annahm und diese löste, gab der Gnom ihm ein Geschenk, das erst nach Sonnenuntergang geöffnet werden durfte. Dies bestätigte uns die Magistra das die Geschenke erst nach dem Ritual des Lichterfestes geöffnet werden durften. Die Geschenke waren noch nicht vollständig. Als Leutnant Hazel einem Teil unsrer Gruppe den Befehl gab zu dem Gottesacker zu gehen, fanden wir dort den Dämon. Er war anfällig gegen normale Waffen und als wir ihn bezwungen hatten löste er sich in Luft auf. Er trug eine dem Bösen geweihte Waffe bei sich, die den Träger aggressiv machte, um einen Kampf zu provozieren. Das fanden wir aber erst später im Lager heraus, als Pannan Olomorn die Waffe dem Ork abnehmen konnte, war er plötzlich nicht mehr er selbst. Wir hielten ihn zurück als Pannan aggressiv auf den Ork los stürmen wollte und nahmen ihm die Waffe ab. Nachdem Pannan wieder bei Sinnen war und wir ihn befragten was los sei, bestätigte sich der Verdacht des Leutnants dass die Waffe dem Bösen geweiht war. Unser Leutnant zerstörte daraufhin diese Waffe, damit sie kein weiteres Unheil verbreiten konnte. Als sich alle wieder beruhigt hatten, machten sie mit den Aufgaben des Gnoms weiter. Eine der Aufgaben des Gnoms war es, das letzte Geschenk der Magistra von einer nicht weit von unserem Lager entfernten Ruine, mit einer kleinen Säule darin, auf der das Geschenk war, zu holen. Die Ruine war mit einer Magischen Barriere geschützt,  so dass kein Lebewesen diese durchdringen konnte. Ich wurde darum gebeten mit einem meiner Pfeile dieses Geschenk von der Säule zu schießen und mit einem Seil an dem Pfeil, aus der magischen Barriere zu ziehen. Dafür habe ich von dem Gnom ein Geschenk bekommen. Als jeder ein Geschenk, durch lösen der Aufgaben bekommen hatte, war es so weit. Das Ritual begann. Die Magistra zündete 5 fackeln an und dort wo vorher die Barriere war, fand das Ritual statt. In jeder Ecke des Gemäuers und in die Mitte steckten wir die Fackeln in den Boden. Die Magistra führte das Ritual durch in dem sie ein Licht auf der Säule entzündete und Löschte. Dann durfte jeder sein Geschenk öffnen. Doch jeder musste feststellen, das auf dem darin enthaltenen Hölzernen Löffel, der Name einer anwesenden Personen eingebrannt war. Die Löffel wurden an die jeweiligen Personen ausgetauscht, bis jeder den Löffel mit seinem eigenem Namen hatte. Das Fest der Lichter war hiermit abgeschlossen und wir aßen leckere Gemüsesuppe mit Wildbrett danach und gingen zu Bett. Am morgen brachen wir recht früh wieder auf und verliesen den Ort Ohenwald.

Neue Befehle für Frieden für Tosak

26.04.2013 (Kommentare: 1)

Neue Befehle für Frieden für Tosak

An den Herrn General Amand Ketar

es ist nun ein paar Tage her, seitdem wir Euren Auftrag ausgeführt haben, jedoch erlaubte mir die mangelnde Zeit nicht vorher diesen Brief an euch zu vervollständigen. Mittlerweile ist die Gruppe unter Führung von Leutnant Zorjan Hazel - wie Zorjan Baerow sich nun nennt - kurz vor Freihafen, aber bevor wir unseren Weg fortsetzen, möchte ich Euch über die Geschehnisse in Kenntnis setzen und beginne mit dem Tag vor unserem Aufbruch in das ehemalige Drachenfrey.

Wie ihr wisst traf ein Großteil der Gruppe unter Führung von Hauptmann Schwarzfuchs im Morgen ein, wurde jedoch von einer Patrouille  von Asmalogetreuen Tosakern und Krähensteinern aufgehalten. Nach hartem Kampf konnte der Weg jedoch erfolgreich zum vereinbarten Treffpunkt, der Taverne "Zur gehängten Schwarzhaut" fortgesetzt werden. Wie es schien war schon seit dem vergangenen Tag die Wirtin auf der Suche nach ihrem Sohn, von dem es aber kein Zeichen gab. Die Soldaten konnten die Taverne sichern und die Umgebung bis zum Eintreffen von Komtess Sophie, Euch und meiner Person in Begleitung einiger Soldaten zu erkunden.

Zu etwa dieser Zeit begab es sich, dass ein unvorsichtiger Soldat sich zu nah an einen offenen Manastrang begab und dabei einen Arm verlor, nur Eurer umsichtigen Handlung ist es zu verdanken, dass nichts schlimmeres geschah. In den Abendstunden des ersten Tages, als ihr euch auf die Suche nach der Wirtin begabt, erschienen zwei mächtige Werwölfe und griffen die Soldaten und ihre Begleiter an. Es gelang sie abzuwehren, den Sohn der Wirtin - einer der Werwölfe - von der Lykantrophie zu heilen und die Ausbreitung der Krankheit bei den gebissenen zu stoppen.

Nach einigem Üben der Portalreise am nächsten Tag gelangten wir am nächsten nach Neu-Krähenstein. Der Austrittspunkt des Reisezaubers lag jedoch in einer Gruft und wurden nach dem Heraustreten von Untoten bedrängt. Nach zähem Ringen konnten wir sie gemeinsam zurückschlagen und die Lage sondieren. Die angekündigte Vorhut Korporal Girion Grenzherr und Soldat Morvin Duriel war aber nicht anwesend. An dieser Stelle trat ein Druide an uns heran, der seine Hilfe bei der Ausführung unseres Auftrags anbot, sobald wir einer schreienden Person in der Nähe helfen würden. Yorwynn Silberblatt wurde begleitete den Druiden und sollte erst später bei der Erstürmung der Festung wieder zu uns stoßen.

Derweil gelang es uns die Person von ihren Leiden zu befreien, es handelte sich um einen Riesen dessen Zähne in erbarmungwürdigen Zustand befanden. Mit etwas Geschick, Magie und einer ordentlichen Portion Fleisch konnte er für unsere Sache gewonnen werden und hat uns bei dem anschließendem Sturm auf die Krähenfestung unterstützt. Nach zähem Ringen gelang es uns noch den allerletzten Krähensteiner zu bezwingen und den Gefangenen ehemaligen Hauptmann der Drachenfreyer Armee Zorjan Hazel zu befreien und ihm eine Leutnantsposition in der Tosaker Armee anzubieten. Diese nahm er an, auch wenn es einige Überzeugungskraft benötigte.

Es muss sich schnell herumgesprochen haben, dass die Festung gefallen war, denn kurz drauf kam ein Paar vorbei die sich augenscheinlich schon länger mit Zorjan Hazel bekannt waren. Sie nannten sich Luna und Sol. Später kam zudem noch ein Dörfling aus Eschenheim vorbei, der uns ein Banditenproblem schilderte. Dieses Hilfegesuch konnte ich ihm nicht ausschlagen, weshalb sich Leutnant Hazle mit einer handvoll Soldaten auf den Weg machte das Problem aus der Welt zu schaffen. Zum Dank für diese Tat wollte er sich unserer Sache anschließen. Sein Name ist Celan und ebenfalls bekannt mit Soldat Silberblatt. Nachdem die Banditen in die Flucht geschlagen worden waren, lüftete sich auch der Vorhang um das Verbleiben von Grenzherr und Duriel gelöst. Beide waren in Gefangenschaft geraten und waren heilfroh über die Befreiung.

Die Krähenfestung gaben wir in der Zwischenzeit dem Feuer preis, in der Hoffnung unsere Spuren zu verwischen. Bis auf weiteres scheint dies uns auch gelungen zu sein. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal persönlich bei Euch bedanken, dass ihr und die Komtess bei der Zusammenstellung der Truppe weitsicht bewiesen habt, denn obwohl auf den ersten Blick zusammengewürfelt, hat sich die Truppe bestens bewehrt und ich bin sicher, dass die Aufgaben, welche auf uns warten, zu unser aller Besten gelöst werden.

Gezeichnet,
Bertram Flumen, Diplomat im Dienste von Komtess Sophie

 

Bericht an den General Ketar

Bericht der Ereignisse vom 27 bis 29 des 4 Monats des Jahres 712 seit Johann von Tosak

Von Korporal Alleron

Wir trafen am Abend des 27. in der Taverne zur gehängten Schwarzhaut ein nachdem wir unter der Führung von Leutnant Schwarzfuchs das Gebiet weiträumig von Asmalos Schergen befreit und die Gegend erkundet hatten konnten wir die Taverne als zeitweiliges Hauptquartier in Beschlag nehmen. Wo wir dann auf weitere Befehle warteten, welche auch mit hohem Besuch eintrafen. Der restliche Abend verlief ohne nennenswerte Vorkommnisse. Erst in der Nacht wurde unsere Wache von Wolfsähnlichen Kreaturen angegriffen, wobei wir der schnellen Idee Pannan Olomorns und den reichhaltigen Spenden der Tosaker Soldaten zu verdanken hatten das wir diese Kreaturen zurückschlagen konnten. Da jeder seine letzte Silbermünze hergab, mit deren Hilfe wir es diesen Wölfen zeigen konnten.

Am nächsten Morgen wurde Pannan Olomorn darauf hin zum Korporal befördert und Leutnant Schwarzfuchs am Abend zuvor zum Hauptmann. Nach dem Frühstück wurde unser Trupp dann in die endgültigen Befehle eingewiesen. Den Rest des Morgens verbrachten wir dann damit unsere Ausrüstung vorzubereiten und die Reise durch ein enges und nicht lange offen stehendes Portal zu trainieren. Unserem Trupp wurden dann auch Zivilisten zu geteilt welche mit dem hohen Besuch eintrafen so dass unser Trupp zum Schluss 15 Mann stark war. Als es dann soweit war und Hauptmann Schwarzfuchs mit unseren Vorbereitungen zu Frieden war traten wir unsere Reise nach Neu-Krähenstein an. Als es soweit war marschierten unsere Soldaten geordnet durch das Portal als wir drüben wieder raus kamen mussten wir leider feststellen das ein Zivilist und unser Hauptmann es nicht unbeschadet durch geschafft haben zu meinem großen Bedauern konnten wir für den Hauptmann nichts mehr tun er übergab uns noch die Befehle und die Soldtasche. Den Zivilisten konnten wir aus der Wand befreien in der er sich materialisiert hatte. Als wir dann aus den Katakomben raus kamen in denen wir aufgetaucht waren, wurden wir von einer Schar Untoter begrüßt. Welche uns zwar arg zusetzten doch zum Schluss konnten wir doch obsiegen was wir dem Priester zu verdanken haben der uns begleitet. Aufgrund von des schweren zusetzen und der Trauer um unseren Hauptmann welchem auch eine anständige Feldbestattung zu Teil wurde, verzögerte sich unser weiter kommen jedoch ein wenig. Während dieser Zeit bekamen wir auch Besuch von einem Druiden welcher Soldat Wittekind bekannt war. Der Druide brachte Wittekind dazu aus der arme auszutreten und führte noch eine Unterhaltung mit Soldat Silberblatt welcher sich daraufhin mit dem Druiden, mit meiner Erlaubnis zurück in den Wald zog. Nach dem der Druide weg war, bat Wittekind darum uns dennoch weiter begleiten zu dürfen und sich auch weiterhin unseren Befehl unter zu ordnen. Als unsere Ausrüstung wieder halbwegs in Ordnung war und die Verwundeten wieder selbstständig laufen konnten entschied ich das wir versuchen sollten unseren Auftrag zu Ende führen sollten, auch wenn die Personen die auf uns an dem vereinbarten Treffpunkt warten sollten nicht auftauchten und wir unseren Hauptmann eingebüßt hatten. Uns ereilte ein Hilfe Ruf dem wir nach gingen und stießen auf einen schlecht gelaunten Riesen der von Zahnschmerzen geplagt wurde. Unsere Heiler kümmerten sich liebevoll um ihn und wir teilten unsere letzte Ration mit ihm. Als er dann erfuhr wohin wir wollten war er so freundlich uns den Weg zu weisen und uns ein Stück des Weges zu begleiten. Als wir uns dem Gutshof näherten stießen wir auch schon auf die erste Einheit Krähen welche wir mit einer List versuchten zu umgehen was aber fehl schlug worauf es zum Kampf kam. Der Riese der uns zu diesem Zeitpunkt immer noch begleitete, war uns eine große Hilfe. Doch leider musste er uns dann wider verlassen und wir rückten alleine weiter vor. Wir erreichten den Gutshof wobei wir uns jeden Meter hart erkämpft haben und nahmen ihn schließlich ein. Wie es dann weiter ging kann ich nur wieder geben da ich schwer verwundet wurde und bei den folgenden Ereignissen nicht zu gegen war. Aber mir wurde berichtet dass sich folgendes zugetragen hat:

Nach dem wir auch die obere Etage erobert hatten und auch der letzten Krähe die Flügel gestutzt hatten fanden wir den Gefangenen und befreiten ihn. der Magier welcher uns als Diplomat begleitete erklärte ihm dass wir ihn gerne als Leutnant bei uns hätten und nahm ihn in unsere Armee auf. Außerdem ließ er ihn noch einen Blutschwur auf uns ablegen um uns seine Treue auf Dauer zu sichern, später am Abend schlossen sich noch ehemalige Gefolgsmänner des Gefangenen uns an. Als ich wieder bei vollem Bewusstsein war hieß ich ihn in unserer Einheit Willkommen und teilte ihm unsere weiteren Befehle mit. Außerdem hatte ich das Vergnügen ihm mitzuteilen dass er jetzt nach Rang das Kommando über die Truppe hat. Was ich wie ich betonen möchte nicht gut heiße, da seine Vorgehensweise mit unseren Traditionen nicht konform ist wie sich später zeigte. Wir erfuhren nämlich später am Abend von einer Bande Krähen die sich als Rüber getarnt hier in der Gegend versteckt aufhielten. Und der junge Mann der uns davon berichtete wollte unserem Trupp beitreten wenn wir uns dieser Sache annahmen würden. Unter dem Kommando des neuen Leutnants schlichen wir uns wie die Auftragsmörder an die Räuber heran welche uns trotzdem entkamen doch fanden wir unsere Vermissten Leute in ihrem Lager unsere Einheit teilte sich, ich verfolgte mit den Spähern die Krähen die wir schließlich stellen konnten. Damit sie uns nicht verraten konnten. Der Rest von uns machte sich auf zur nächsten Taverne welche auf dem Weg zum Hafen liegt. Bei der wir uns dann später auch trafen.

Ps.

Ich möchte an dieser stelle noch mal betonen das wir Soldaten sind und keine Auftragsmörder. Es mag sein das dieser Leutnant früher schon Truppen erfolgreich geführt hat doch waren dies keine Tosaker Soldaten. Welche mit Ehrgefühl kämpfen und nicht mit Hinterlist. Daher erbitte ich um baldigen Ersatz für Hauptmann Schwarzfuchs.

 

Hochachtungsvoll,

Korporal Alleron und Pannan Olomorn

 

Zur Quelle in Merseberg 2

01.09.2012

Zur Quelle in Merseberg 2

Im Jahre 711 seit unserem Herrn Johann Bertram von Tosak begab es sich, das ein Trupp Soldaten, der in der Taverne "Blaues Blut" einrücken sollte, spurlos verschwand. Die Taverne liegt an einer Wegkreuzung zwischen Delon und Useton, wo der Weg nach Nordfurt Richtung Norden abgeht. Sie sollten hier auf Korporal Allaron treffen, der sie zu Leutnant Schwarzfuchs geleiten sollte. Nachdem Sie sich bereits um zwei Tage verspäteten, wurde ein rascher Trupp zum "Blauen Blut" gesendet. Dieser konnte nur die Abwesenheit feststellen.

Erst zwei Monate später traf der Soldaten- Trupp in Delon ein. Sie waren scheinbar durch eine Art Reiseportal gefallen und nach Merseberg in die Baronie Schwarzbachtal, welche sich in der Grafschaft Triwein befindet. Dort schlugen sie in einer Taverne auf, die sich "Zur Quelle" nennt. Nachdem sie dort einen freundschaftlichen Abend verbracht hatten, reisten sie am Tag drauf Richtung Hafen und mit dem nächsten Schiff übers Meer zurück nach Freihafen. Hier mietete Korporal Allaron einen Flusskahn an und sie fuhren nach Delon, wo sie schon erwartet wurden. Nach dem Rapport ging es nach Norden, um gegen die schwarzen Elfen am Hammergebirge zu kämpfen.

Reisebericht, aufgenommen von Ranorius Detschu, im Auftrag von Korporal Raphael Allaron, zu Händen von General Armand Ketar